Weil sie keine weiteren Tragödien möchteLehrer Jason stirbt bei Schülerstreich – Witwe vergibt Todes-Teenies

Dabei sollte alles nur ein harmloser Spaß werden.
Es ist 23.40 Uhr, als Jason Hughes in seinem Wohnzimmer sitzt und merkt, dass etwas nicht stimmt. Der zweifache Vater hat recht: Seine Schüler erlauben sich gerade einen Klopapier-Streich und rollen sein Haus ein. Hughes möchte er sie zur Rede stellen. Er rennt ihnen nach, rutscht aus und wird von einem der flüchtenden Schüler (18) totgefahren. Seine Ehefrau zeigt nun trotz all ihrer Trauer Mitgefühl. Sie möchte, dass die Anklagen gegen die fünf Teenager fallen gelassen werden, um nicht noch mehr Leben zu zerstören.
Jason Hughes wollte keine Rache, nur reden
Es ist eine echte Tragödie, die derzeit die Menschen in Gainsville (US-Bundesstaat Georgia) beschäftigt. Jason Hughes, ein sehr beliebter Lehrer, stirbt völlig überraschend und auf tragische Art und Weise. Er ertappt fünf seiner Schüler bei einem Streich. Sie versuchen gerade, sein Haus mit Klopapier einzurollen. Als er ihnen folgt, rutscht er auf der nassen Fahrbahn aus und wird von Jayden Wallace (18) überrollt. Obwohl die Teenies Erste Hilfe leisten und sofort einen Rettungswagen rufen, ist der 40-Jährige am nächsten Tag tot. Die Schüler werden verhaftet und Wallace drohen bis zu 15 Jahre Haft, berichtet „New York Post”. Und das alles nur, weil er mit seinen Freunden Spaß haben wollte.
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„Jason war ein zuverlässiger, bodenständiger Mann, Vorgesetzter, Vater, Mentor und Freund. Der beste, den man sich während seiner kurzen Zeit auf der Erde vorstellen könnte”. So beschreibt Cliff Cave, ein Kollege des toten Lehrers, den 40-Jährigen in einem Facebook-Post. Niemand in Gainsville hätte sich jemals vorstellen können, welch ein Drama sich dort abspielen könnte. Dennoch empfindet seine Witwe keinen Hass für die Schüler. Denn Laura, die selbst auch Lehrerin an Jasons High School war, möchte keine Rache.
Witwe von Jason Hughes zeigt wahre Größe
Seit bekannt ist, dass die fünf Schüler angeklagt wurden, einer sogar wegen Totschlags für bis zu 15 Jahre ins Gefängnis gehen könnte, setzt sie sich für sie ein. In einem Interview mit der New York Times sagt sie, dass sie hofft, dass die Anklagen fallen gelassen werden. Denn sie und ihre Familie könnten es nicht ertragen, wenn fünf weitere Familien eine Tragödie erleben müssen. „Das stünde im Widerspruch zu Jasons lebenslangem Engagement, in das Leben dieser Kinder zu investieren“, so die junge Witwe. Wie es mit den Jugendlichen nun weitergeht, ist unklar.

Inzwischen hat sich auch die Schulbehörde gemeldet und schreibt: „Wir sind zutiefst erschüttert. Jason Hughes war ein liebevoller Ehemann, ein hingebungsvoller Vater, ein leidenschaftlicher Lehrer, Mentor und Trainer, der von Schülern und Kollegen gleichermaßen geliebt und respektiert wurde”. Und Krista May, eine Freundin der Familie, hat eine Spendenaktion bei GoFundMe organisiert: ”Um seine Witwe und die beiden Söhne in der nächsten Zeit zu unterstützen.”
Verwendete Quellen: New York Post, New York Times, Facebook, gofundme


