Wasserschäden bedrohen WohnhausEinsturzgefahr in Wuppertal-Dornap - 14 Bewohner müssen ihre Wohnungen verlassen

von Sabrina Stander

In Wuppertal mussten am Dienstag (12.05.) 14 Bewohner ihre Wohnungen verlassen, nachdem ein Mehrfamilienhaus als akut einsturzgefährdet eingestuft wurde. Im Keller hatte der Eigentümer ein rund zwei Meter großes Loch entdeckt, offenbar verursacht durch jahrelange Wasserschäden und einen abgesackten Untergrund.

Mehrfamilienhaus geräumt

Alle raus! Bewohner mussten am Dienstagmorgen (12.05.) ihre Wohnungen in Wuppertal verlassen: Grund dafür ist die akute Einsturzgefahr eines Mehrfamilienhauses. Feuerwehr und Behörden reagierten umgehend, nachdem im Keller des Gebäudes massive Schäden entdeckt worden waren. Insgesamt sind 14 Bewohner betroffen. Der Eigentümer der beiden betroffenen Häuser wollte ursprünglich Reparaturarbeiten an einem Zwischendach durchführen. Bei einem Gang in den Keller machte er jedoch eine beunruhigende Entdeckung: Unter der Bodenplatte befand sich ein rund zwei Meter großes Loch. Nach ersten Erkenntnissen könnte der Untergrund unterspült worden sein. Offenbar ist der Boden abgesackt, möglicherweise verursacht durch eindringendes Wasser. Die Situation wurde daraufhin als so gefährlich eingestuft, dass sofort gehandelt werden musste.

Feuerwehr erklärt Gebäude für einsturzgefährdet

Die Feuerwehr Wuppertal stellte bei ihrer Prüfung fest, dass das Gebäude akut einsturzgefährdet ist. Das Haus wurde unmittelbar geräumt. Zwei Bewohner befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch im Gebäude, ihre Kinder waren in der Schule. Auch das benachbarte Haus darf derzeit nicht betreten werden. Die Einsatzkräfte befürchten, dass ein möglicher Einsturz Auswirkungen auf das angrenzende Gebäude haben könnte. Nach Angaben des Eigentümers bestehen die Wasserprobleme schon seit vielen Jahren. Besonders bei Starkregen soll regelmäßig Wasser in das Untergeschoss eindringen. Nach eigener Aussage mussten zeitweise bis zu 120 Liter Wasser pro Stunde abgepumpt werden. Bereits im Jahr 2024 war eine Kellerwand eingestürzt. Inzwischen seien sogar zwei Wände betroffen. Rogge gibt an, die Probleme über Jahre hinweg dokumentiert und immer wieder gemeldet zu haben. Dazu gehörten E-Mails, Fotos sowie zahlreiche Gespräche und Telefonate.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Unklare Zukunft für die Gebäude

Wie es mit den Häusern weitergeht, ist derzeit offen. Versicherung, Statiker und Eigentümer müssen nun gemeinsam prüfen, ob die Gebäude noch saniert werden können oder möglicherweise abgerissen werden müssen. Eine endgültige Entscheidung wird erst in den kommenden Tagen erwartet. Für die betroffenen Bewohner bedeutet das zunächst, eine vorübergehende Unterkunft finden zu müssen.