Internationale Elite trifft sich in den WestfalenhallenBrieftauben-Ausstellung in Dortmund – Tausende Besucher feiern die gefiederten Stars

von Julia Haiminger

Während Briefe heutzutage meist durch WhatsApp oder E-Mail ersetzt werden, lebt eine jahrhundertealte Tradition weiter: In den Dortmunder Westfalenhallen trafen sich Züchter aus aller Welt zur 39. Internationalen Brieftauben-Ausstellung, um ihre besten Tiere zu präsentieren.

Vom Stadtvogel zum Star

Sie gelten oft als Ratten der Lüfte – doch auf der Ausstellung standen sie im Rampenlicht. Gestriegelt und geschniegelt präsentierten Züchter ihre Brieftauben, die für sie weit mehr sind als gewöhnliche Vögel. Leistungsfähigkeit, Ausdauer und perfekter Körperbau machen die Tiere zu echten Hinguckern für Fachpublikum und Besucher.

Zeitintensives Hobby mit hohem Einsatz

Brieftaubensport bedeutet tägliche Arbeit: Training, Pflege, Futter, Tierarztbesuche und Reisen zu Wettflügen kosten Zeit – und Geld. Mehrere hundert Euro im Monat können für einen Züchter schnell zusammenkommen. Auch die Anschaffung einzelner Tiere kann hohe Summen erreichen, in Einzelfällen vergleichbar mit dem Preis einer Eigentumswohnung.

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Wertanlage mit internationalem Markt

Brieftauben können auch eine Wertanlage sein. Vor allem in China erzielen besonders schnelle und seltene Tiere bei Auktionen Preise von bis zu einer Million Euro. In Deutschland sind die Preisgelder bei Wettflügen deutlich geringer, dennoch legen die Tauben Strecken von mehreren hundert Kilometern zurück. Um ihre Rückkehr sicher zu überwachen, tragen sie kleine Fußbändchen zur genauen Ortung. Rund 6.000 Tauben-Fans kamen in die Westfalenhallen. Das Tagesticket kostete 18 Euro.