Auswirkungen für LasterNordbrücke in Bonn marode – 7,5-Tonner dürfen nicht mehr drüber
Die Nordbrücke ist für schwere Fahrzeuge in eine Richtung ab Montag (09.02.) tabu. Für über 7,5-Tonner heißt das, sie müssen weiträumig ausweichen. Bedeutet: längere Fahrzeiten auf den Ausweichrouten.
Unternehmen müssen große Umwege einplanen
Knapp 120.000 Fahrzeuge fahren täglich über die Nordbrücke in Bonn. Für Brummis mit mehr als 7,5 Tonnen ist das ab Montag (09.02.) Richtung Koblenz Geschichte. Grund: Brückenschäden. Ab Mittwoch (11.02.) ist auch die andere Seite tabu. Blitzer und Gewichtskontrollen sollen illegale Fahrten künftig unterbinden. Frank Herschel hat ein Logistikunternehmen in der Nähe. Seine Fahrer müssen sich jetzt andere Routen suchen. Dass es so weit gekommen ist, macht ihn sauer: „Die Maut ist ja auch größtenteils zum Erhalt und Ausbau der Straßen gedacht und dies ist nicht erfolgt. Wir zahlen seit 2005 circa 50.000 Euro pro Monat.“
Material macht nicht mehr mit
Die Nordbrücke, die offiziell Friedrich-Ebert-Brücke heißt, wurde 1967 freigegeben. Im Dezember haben Gutachter festgestellt: Es gibt eine Materialermüdung. Das Problem für die schweren Lastwagen ist, dass ein Neubau wohl erst ab 2030 möglich ist. Obwohl mit Problemen zu rechnen war, wurde nicht früher gehandelt. Sabrina Kieback von der Autobahn GmbH erklärt: „Das Problem ist im Rheinland, dass fast alle Brücken aus den 60er und 70er Jahren sind. Die sind nicht für diese Schwerlastmengen ausgelegt. Deswegen sind wir an vielen Brücken gleichzeitig dran.“


































