Preis von HANDWERK.NRWAuszeichnung für Mona Neubaur (Grüne) – NRW-Wirtschaftsministerin mit Floriansplakette geehrt

von Julian Schlauch

In Düsseldorf hat NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) am Dienstag (05.05.) die Floriansplakette verliehen bekommen. Die Auszeichnung erhalten Persönlichkeiten, die sich für Handwerk, Mittelstand und Berufsbildung einsetzen.

Sichtbarkeit für Politik im Handwerk

Die Floriansplakette ist benannt nach dem Schutzpatron unter anderem der Bierbrauer und Schornsteinfeger. Seit mehr als 30 Jahren wird die Auszeichnung von Handwerk NRW zusammen mit der Schornsteinfeger-Innung in Düsseldorf verliehen. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bekam sie in seiner Zeit als Landesverkehrsminister. Am Dienstag (05.05.) war seine Stellvertreterin und NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) dran. Sie nannte die Auszeichnung eine Ehre, aber auch eine Verpflichtung. Ihr sei es wichtig, dass ihre Politik auch am Schreibtisch der Unternehmen ankommt. Ausgezeichnet wurde die Ministerin unter anderem für die enge Einbindung des handwerklichen Mittelstandes in die Arbeit der Landesregierung.

Neubaur als Chance

Noch im Januar stellte die Organisation Handwerk NRW eine Prognose für 2026 vor. Damals erwartete Präsident Andreas Ehlert für die wirtschaftliche Entwicklung des Handwerks Stagnation. In Mona Neubaur sah er jetzt aber eine Chance. Sie habe früh erkannt, dass Energiewende, Mobilitätswende und Gesundheitswirtschaft nicht ohne das Handwerk funktionieren, so Ehlert.

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Kritik aus der Opposition

Ganz andere Töne kamen aus der Opposition: Dietmar Brockes von der FDP hielt Neubaurs Auszeichnung für realitätsfern. Er kritisierte unter anderem, dass der Bürokratieabbau immer noch schleppend laufe und die Unternehmen dadurch weniger Zeit haben, sich um ihre Kunden zu kümmern. Laut aktuellen Zahlen arbeiten fast 1,3 Millionen Menschen landesweit in fast 110.000 Handwerksbetrieben. Das sind 15 Prozent aller Unternehmen des Landes.