FDP-Politiker will Titel für Formel-1-LegendeÄrger um Ehrenbürgerschaft für Michael Schumacher in Kerpen

von Emily Massenberg

Bis heute ist Michael Schumacher deutscher Rekordchampion der Formel 1. Doch einen Titel hat ihm seine Heimatstadt Kerpen noch nicht verliehen: die Ehrenbürgerschaft. Ein FDP-Politiker bringt die Debatte jetzt erneut ins Rollen.

Kerpen streitet um Ehrentitel

Trotz sieben WM-Titeln und seiner weltweiten Bekanntheit als Formel-1-Legende wartet Michael Schumacher in Kerpen bis heute auf die höchste Auszeichnung der Stadt. Mehrere Versuche, eine Ehrenordnung zu schaffen, sind bisher gescheitert – und mit ihnen auch der Vorstoß, Schumacher offiziell zum Ehrenbürger zu machen. FDP-Politiker Tamer Kandemir hat das Thema nun erneut in den Stadtrat getragen und hofft auf eine schnelle Entscheidung. Während Kerpen zögert, haben Städte in Italien, Belgien sowie Bosnien und Herzegowina Michael Schumacher schon die Ehrenbürgerschaft verliehen. Dort würdigt man seine sportlichen Erfolge und sein gesellschaftliches Engagement – eine Wertschätzung, die viele Fans sich auch von Kerpen wünschen.

Ralf Schumacher machte seinem Ärger Luft

Die Diskussion gibt es schon länger. Ende 2024 kritisierte Schumachers Bruder Ralf in einem Instagram-Post, Leistung zähle offenbar nicht mehr, und erinnerte daran, was Michaels Erfolge für das Ansehen Kerpens weltweit bedeutet haben. Kerpen hat Schumacher schon eine Straße gewidmet, die Michael-Schumacher-Straße, und ist durch die dortige Kartbahn international bekannt geworden. Die Anlage zieht noch heute Besucher und Motorsportfans an.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Stadt schweigt – Debatte geht weiter

Auf Anfrage äußert sich die Stadt Kerpen zu der Frage derzeit nicht. In der Bevölkerung sorgt das Thema jedoch weiter für Gesprächsstoff: viele sehen in der Ehrenbürgerschaft eine Chance, Image und Identität der Stadt zu stärken. Andere kritisieren das: Kerpen habe andere Probleme und Schumacher habe seinen Wohnsitz vor vielen Jahren in die Schweiz verlagert und deshalb keine Beziehung mehr zu seiner Heimatstadt.