Kumpel kommen unter Tage ums Leben405 Tote bei Grubenunglück – größte Katastrophe im deutschen Bergbau jährt sich zum achtzigsten Mal
Vor genau 80 Jahren ist es auf einer Steinkohlezeche im Ruhrgebiet zum größten Grubenunglück der deutschen Geschichte gekommen. Am 20. Februar 1946 erschüttert eine gewaltige Explosion die Schachtanlage. Mehr als 400 Kumpel starben unter Tage. Am Freitag (20.02.) gab es eine Gedenkfeier am Mahnmal in Bergkamen.
405 Kumpel starben unter Tage
Viele Knappenvereine, Bergbaukumpel und Mitglieder der Grubenwehr sind zum Mahnmal der größten Bergbau-Katastrophe Deutschlands gekommen. Auf der Zeche Grimberg 3/4 in Bergkamen-Weddinghofen starben am 20. Februar 1946 405 Kumpel. Viele von ihnen wurden lebendig in mehr als 1.000 Meter Tiefe begraben.
„Ich hoffe, dass er mich hören kann“
Eines der Opfer war der Vater von Peter Mause. Den hat er niemals kennengelernt. Denn Peter Mause wurde erst wenige Wochen nach dem Grubenunglück geboren. Am Mahnmal kann er ihm nahe sein. „Ich hoffe, dass er mich hören kann“, so Peter Mause. Weiter erklärt er: „Ich sage, Papa, es ist schade, dass ich dich nicht kennenlernen durfte. Aber wenn du meine Lebensgeschichte kennst, wenn man vom Himmel auszugucken kann, wirst du mit mir zufrieden sein. Glück auf.”
Katastrophe traf die ganze Stadt
Der Tag der Katastrophe traf die ganze Stadt Bergkamen. Im Städtischen Museum erinnern Fotos und Ausstellungsstücke an den Tag, der alles veränderte. Nur 64 Kumpels überlebten die Katastrophe. Von ihnen lebt heute niemand mehr. Noch immer ist nicht geklärt, wie genau es dazu konnte. Viele Sicherheitsvorkehrungen gab es damals noch nicht. Die Erinnerung an die größte Katastrophe im deutschen Bergbau und an den Tod des Vaters von Peter Mause verlöscht aber auch 80 Jahre später nicht.

































