Das Ergebnis des Bürgerentscheids steht festOlympiJA! Kiel stimmt für Bewerbung als olympischer Segelstandort

Rückenwind für Olympiabewerbung!
Die Kieler Bevölkerung hat sich für eine Bewerbung als Segelstandort für künftige Olympische Spiele ausgesprochen. Eine finale Entscheidung über den deutschen Bewerber fällt erst im Herbst.
Kiels Oberbürgermeister: „Nur ein Zwischenschritt”
Am Sonntagabend (19. April) steht fest: Kiel sagt OlympiaJA! Die Bevölkerung der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt hat sich für eine Olympiabewerbung der Stadt entschieden. Bei dem Bürgerentscheid votierten 63,5 Prozent der Stimmberechtigten dafür, dass sich die Stadt für künftige Spiele in Deutschland als Segelstandort empfiehlt – sei es im Jahr 2036, 2040 oder 2044. Die Wahlbeteiligung lag bei 29,1 Prozent.
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„Dieses Ergebnis ist ein starkes Zeichen und gibt uns ganz viel Power und Rückenwind”, sagt Kiels scheidender Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). „Heute ist nur ein Zwischenschritt. Wir müssen uns schon noch in den kommenden Wochen und Monaten richtig ins Zeug legen, damit der Bürgerentscheid etwas gebracht hat.”

Hamburgs Bürgermeister: „Starkes Signal”
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) spricht von einem „starken Signal im Wettbewerb der Regionen um die bedeutendste Sportveranstaltung der Welt”. Er setzt „auf ein ebenso positives Ergebnis im Referendum am 31. Mai in Hamburg”.
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Denn: Neben Hamburg bemühen sich Berlin, München und die Region Rhein-Ruhr darum, der deutsche Kandidat zu werden. Nationaler Konkurrent von Kiel als Standort für olympische Segelregatten ist Rostock-Warnemünde. Hamburg hat sich bereits für Kiel ausgesprochen. Sollte Berlin zum Hauptaustragungsort gewählt werden, will die Bundeshauptstadt die Segelwettbewerbe in Mecklenburg-Vorpommern austragen lassen.
Es wäre das dritte Mal, dass Kiel Austragungsort der olympischen Spiele wird. In Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt fanden die Segelwettbewerbe bereits bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin und 1972 in München statt.
Entscheidung über deutschen Bewerber fällt im September
Kiels künftiger Oberbürgermeister, Samet Yilmaz, ist der Meinung, die Olympiabewerbung könne den Ausbau von Infrastruktur, Mobilität und Stadtentwicklung vorantreiben. „Durch zusätzliche Mittel von Bund und Land lassen sich Projekte, die ohnehin geplant sind, schneller und besser umsetzen, ohne den städtischen Haushalt allein zu belasten”, sagt der Grünen-Politiker.
Kritik gibt es erneut vom Kreisverband Kiel der Linken: „Der grün-roten Rathauskooperation ist es nicht gelungen, eine überzeugend große Mehrheit für Olympia zu begeistern und ihr selbst gestecktes Ziel von 70 Prozent Zustimmung zu erreichen.”
Die Entscheidung über den deutschen Bewerber soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 26. September getroffen werden. (sis mit dpa)



