Bombenfund in WilhelmshavenTausende Menschen müssen ihr Zuhause verlassen

Am Marinearsenal muss ein Blindgänger entschärft werden.
Am Montag (31. August) wird in Wilhelmshaven eine fünf Zentner schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Damit von der keine Gefahr mehr ausgehen kann, müssen rund 13.600 Anwohnerinnen und Anwohner jetzt ihre Häuser verlassen. Schulen und Kitas bleiben geschlossen.
Schnelle Evakuierung der Wohnungen
Seit Dienstagmorgen (1. September) läuft die Evakuierung in Teilen Wilhelmhavens. Betroffen sind die Südstadt, die Innenstadt und der Stadtteil Heppens – insgesamt rund 13.600 Menschen, teilt eine Stadtsprecherin mit. Lautsprecherwagen der Feuerwehr fahren durch das Gebiet und sollen so die Anwohner informieren. Bis 11.00 Uhr muss das Evakuierungsgebiet komplett geräumt sein, denn danach soll die Entschärfung beginnen.
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Die Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Montagnachmittag bei Arbeiten im Marinearsenal gefunden worden. Weil der Blindgänger zwei Zünder hat, gilt ein Sicherheitsradius von 1.000 Metern. „Auch wenn es sich nicht um Langzeitzünder handelt, besteht ein Restrisiko durch das Zündsystem“, erklärt die Stadt Wilhelmshaven. Schulen und fünf Kitas im Evakuierungsbereich bleiben am Vormittag geschlossen. Der Busverkehr im betroffenen Gebiet wird eingestellt und auch vom Bahnhof fahren zeitweise keine Züge ab. Drei Sporthallen stehen ab 8.00 Uhr als Notunterkünfte bereit. Der Krisenstab unterstützt zusammen mit Rettungsdiensten und den Stadtwerken bei der Evakuierung. Insgesamt sind rund 700 Einsatzkräfte vor Ort, darunter etwa 300 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr.
Ungewisse Dauer – Anwohner in Sorge
Wie lange die Entschärfung dauern wird, ist derzeit noch unklar. Für viele Menschen beginnt ein nervenaufreibender Vormittag: Koffer packen, Haustiere versorgen, Nachbarn helfen. Die Stadt bittet, den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen und betont, dass die Maßnahmen nötig sind, um alle zu schützen.
Verwendete Quellen: dpa



