Hansestadt wird Bühne der globalen KI-ForschungKI-Konferenz in Bremen! Woran in der Hansestadt geforscht wird

Ein Roboter fährt durch eine künstliche Mondlandschaft.
Ein Roboter fährt durch eine künstliche Mondlandschaft.
RTL Nord
von Anna Böcker, Sarina Sprengelmeyer und Yao Protze

KI, die Bomben am Meeresgrund erkennt und Mondlandschaften erkundet!
In Bremen steht seit Dienstag (11. August) einiges im Zeichen der Künstlichen Intelligenz: Erst läuft die 49. Deutsche KI-Konferenz, ab Samstag (15. August) folgt mit der IJCAI-ECAI eines der großen internationalen Fachtreffen der Branche.

Vom Meeresboden bis zum Mond

Ein gelber Kasten taucht ab, Kameras leuchten durch das trübe Wasser. Der Unterwasserroboter „Cuttlefish“ sucht am Meeresgrund nach alten Bomben, Granaten und anderer Weltkriegsmunition. Am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), lernt er, Fundstücke aus verschiedenen Perspektiven zu erfassen und daraus dreidimensionale Bilder zu erstellen. Algorithmen sollen erkennen, um welches Objekt es sich handelt, in welchem Zustand es ist und ob Gefahr droht. Langfristig soll der Roboter einzelne Fundstücke selbst zu einem Sammelort transportieren können.

Der Unterwasserroboter „Cuttlefish“: mehr als ein gelber Kasten.
Der Unterwasserroboter „Cuttlefish“: mehr als ein gelber Kasten.
RTL Nord

Ein paar Räume weiter fährt ein kleiner kleiner Roboter durch Sand, über Steine und an künstlichen Kratern vorbei. Die nachgebaute Mondlandschaft dient Forschenden als Testgelände. Der Roboter nimmt seine Umgebung über Kameras wahr, erkennt Hindernisse und plant eigenständig einen Weg um sie herum. Solche Projekte entstehen in Bremen – und genau darüber spricht die internationale KI-Forschung ab Samstag (15. August) in der Hansestadt.

Weltkonferenz startet auf dem Campus

Die IJCAI-ECAI beginnt mit Workshops und Tutorials auf dem Campus der Universität Bremen. Ab dem 18. August folgt das wissenschaftliche Hauptprogramm im Congress Centrum Bremen. Auf dem Programm stehen unter anderem KI-Agenten, Robotik, maschinelles Lernen, visuelle Intelligenz und die Frage, wie KI auch unter Unsicherheit verlässlich entscheidet. Die Konferenz zählt zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Treffen der internationalen KI-Forschung: Präsentiert werden Beiträge, die ein strenges Begutachtungsverfahren durchlaufen haben. Bremen setzte sich in einem internationalen Bewerbungsverfahren durch: auch wegen der engen Verbindung von universitärer Grundlagenforschung und anwendungsnaher KI-Forschung.

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KI: Fortschritt mit Kontrolle

Neben technischen Durchbrüchen geht es in Bremen auch um die Risiken der Entwicklung und drängende Zukunftsfragen. Dazu sagt Wissenschaftssenatorin Henrike Müller im RTL Nord-Interview: „Welche Gefahren bringt künstliche Intelligenz auch mit sich und wie schaffen wir die Rahmenbedingungen, dass künstliche Intelligenz so genutzt wird, dass es auch in unserem Sinne ist?” Laut ihr gehe es darum, dass KI das Leben erleichtere und das sie gleichzeitig noch zu händeln sei. Ob und wie das möglich ist wird in Bremen intensiv diskutiert.

Verwendete Quellen: RTL-Eigenrecherche