Er ist stolzer Besitzer eines MoflinsHaralds Kuschelfreund ist die KI

Knopfaugen, kuschliges Fell und ein Computer im Bauch.
Unter dem Fell des Moflin stecken Technik und KI. Doch kann ein KI-gestütztes Kuscheltier Bewohnerinnen und Bewohnern in einem Pflegeheim wirklich Halt geben?
Testphase im Pflegeheim
Das pelzige Gerät ist seit November im Hospital zum Heiligen Geist in Hamburg im Einsatz. Zehn Moflins begleiten Seniorinnen und Senioren im Alltag und leben in ihren Zimmern. Berührt man das Gerät oder spricht mit ihm, bewegt es sich und gibt ein Piepsen von sich.
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Harald Steinhöfel testet das Gerät seit vier Monaten. Anfangs stand der 89-Jährige dem Moflin skeptisch gegenüber, erzählt er im RTL-Interview: „Man hat sich dran gewöhnt mit der Zeit, das lenkt einen ja ab von seinen Wehwechen, die man ja alle hat hier.”
Anders als ein Haustier
Ein echtes Tier ersetzt das Moflin nicht. Gerade das schätzt Harald Steinhöfel. „Es ist ja genügsam. Ein Hund, der will ja ständige Aufmerksamkeit”, erzählt er im RTL-Interview. Ein Hund mache mehr Arbeit. Das Moflin dagegen schlafe die ganze Nacht durch und müsse nicht Gassi gehen. Für den Senioren ist das ein Vorteil.
Im Video: Seht selbst, wie sich ein Moflin bewegt!
KI als Unterstützung in der Pflege
Inga Bergen arbeitet als Expertin für Digitalisierung und KI in der Medizin. Sie hat das Gerät selbst getestet. Dabei sei sie nach eigenen Angaben schnell mit fremden Menschen ins Gespräch gekommen, weil das Moflin Aufmerksamkeit auf sich ziehe. Künstliche Intelligenz könnte in der Medizin und Pflege künftig eine noch größere Rolle spielen, erzählt die im Gespräch mit RTL: „Ich glaube, solche Devises werden wir viel, viel mehr sehen, denn es ist einfach ein sehr großer Bedarf da. Es gibt immer weniger Personal, es gibt immer mehr Patientinnen und Partienten und das Thema Einsamkeit und emotionaler Support ist einfach ein Riesenbedarf.”
Im Video: „Ihr könnt mich nicht stoppen!”
Verkaufsstart geplant
Ab Oktober soll das Moflin für 399 Euro erhältlich sein. Ob und wie lange Harald seinen kuschligen Begleiter noch nutzen kann, bleibt offen: Die Testphase läuft noch.
Enno Olbrich, Leiter für Kommunikation und Marketing am Hospital zum Heiligen Geist, sieht vor allem bei zurückhaltenden Bewohnerinnen und Bewohnern Chancen: „Wir haben einige Senioren die da in der Kommunikation offener geworden sind. Die plötzlich mit dem Moflin sprechen, die sich für das Moflin interessieren, die ein bisschen wacher werden.”
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche



