„Warum muss ich immer k..., wenn ich im Albert Heijn bin?“Dieses Örtchen ist alles andere als still – Influencerin macht Geschäfte im statt mit einem Supermarkt

Niederländische Influencerin Rhodé Kok
Immer im Supermarkt! Die niederländische Influencerin Rhodé Kok glaubt nicht mehr an Zufälle.
Instagram/rhodeekok

Jetzt geht’s hier um die Wurst!
Kennt ihr das auch? Ihr lauft durch den Supermarkt, der Einkaufswagen füllt sich, und plötzlich meldet sich der Darm. Genau das passiert der niederländischen Influencerin Rhodé Kok ständig – und sie ist damit nicht allein. Wie es zu dem Phänomen kommt, dass wir in einer bestimmten Umgebung plötzlich müssen: Hier gibt es ein paar Erklärungsansätze.

Liegt es an der Luft im Supermarkt?

„Manchmal muss ich fünf Tage lang nicht groß, aber im Supermarkt geht’s dann plötzlich los”, erzählt Rhodé Kok ihren 1,2 Millionen Followern auf TikTok. Einkaufswagen voll – und dann dieser plötzliche Drang! „Total nervig”, findet Rhodé. Liegt’s vielleicht an der Luft bei Albert Heijn, spekuliert sie. Zufall kann das jedenfalls nicht mehr sein, ist sie sich sicher. Laut Algemeen Dagblad witzelt der offizielle Account von Albert Heijn unter dem Video: „Wir lieben einfach große Lebensmittel.”

Rhodé ist allerdings definitiv nicht allein mit diesem Problem. In den Sozialen Medien wird das Thema schon seit Jahren diskutiert.

Sogar ein bekannter belgischer Wissenschaftsjournalist, Martijn Peters, hat sich dem Thema gewidmet und dazu ein Video gedreht, so das Dagblad. Peters erklärt das Ganze mit dem „Mariko-Aoki-Phänomen”. Die Japanerin Mariko Aoki beschrieb schon in den 1980ern, dass sie in Buchläden immer das Bedürfnis verspürte, auf die Toilette zu gehen.

Lese-Tipp: Stuhlgang: Wie oft muss man „groß müssen”?

Der US-Gastroenterologe Dr. Sameer Islam erklärte das Phänomen 2021 in „Men’s Health”: Manche reagieren auf den Geruch von Druckerschwärze, andere lesen gerne auf dem Klo und verbinden Bücher unbewusst damit. Oder die entspannte Atmosphäre im Buchladen wirkt sich auch auf den Darm aus.

„Man fühlt sich wie zu Hause”, erklärt die Magen-Darm-Expertin Supriya Rao dazu auf „Buzzfeed”.

Aber ein Supermarkt ist kein Buchladen!?

Stress, Bewegung, Koffein und Reizüberflutung

Denn im Supermarkt geht es ja oft eher stressig zu: Überfüllte Gänge, die Qual der Wahl, keine Toilette in Sicht – da kann Panik aufkommen, die bekanntlich zu Stuhldrang führt. Auch das viele Herumlaufen und Bücken regt die Darmtätigkeit an. Hinzu kommt der kostenlose Kaffee bei Albert Heijn, dessen Koffein ebenfalls Stuhldrang auslösen kann. Letztlich ist vermutlich die Kombination aus verschiedenen Faktoren wohl der Grund für den plötzlichen Stuhldrang im Supermarkt. Ob Stress, Bewegung, Koffein oder die Reizüberflutung – unser Darm reagiert eben sensibel auf die Umgebung.

Rhodé Kok und alle anderen Betroffenen sollten sich also nicht wundern, wenn es sie beim nächsten Einkauf wieder überkommt.

Lese-Tipp: Fünf Fehler beim Gang zur Toilette

Vielleicht hilft ja ein kurzer Abstecher in die Obst- und Gemüseabteilung, um die Nerven zu beruhigen. Die bunten Farben und der frische Duft von Obst und Gemüse können uns an die Natur erinnern und uns entspannen. Und falls alle Stricke reißen: Immer daran denken, dass man mit diesem Problem nicht allein ist!

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Tipps gegen den Supermarkt-Stuhldrang

  • Vor dem Einkauf auf die Toilette gehen: Sollte selbstverständlich sein, aber oft vergessen wir es im Alltagsstress.

  • Entspannt einkaufen: Stress wirkt sich negativ auf die Verdauung aus. Versucht, den Einkauf in Ruhe zu erledigen und nicht in Eile zu sein.

  • Auf Kaffee verzichten: Koffein regt die Darmtätigkeit an. Greift lieber zu Wasser oder Früchtetee.

  • Bewusst essen: Achtet auf eine ausgewogene Ernährung und vermeidet Lebensmittel, die bei euch Verdauungsprobleme auslösen. (ija)