Keine Scheu vor ErwachsenenWolf greift Kleinkind bei Grillabend an und tötet den Familienhund

Ein ausgewachsener Wolf in freier Wildbahn
Ein ausgewachsener Wolf in freier Wildbahn (Symbolbild)
Julian Stratenschulte/dpa
von Philipp Petersdorff

Ein lauer Sommerabend verwandelt sich in Sekunden in einen Albtraum.
Während ein zweijähriger Junge in einem Garten in Italien spielt, taucht plötzlich ein Wolf auf. Zum Glück stellt sich der Familienhund vor das Kind; aber er bezahlt dafür mit dem Leben, obwohl auch die Mutter zur Hilfe eilt.

Wolf hat keine Scheu vor Erwachsenen

Die Familie freut sich auf einen Grillabend, das Fleisch liegt bereit, der kleine Sohn spielt im Garten. Dann verändert ein Augenblick alles. Ein ausgewachsener Wolf betritt das Grundstück im toskanischen Orbicciano und nähert sich dem zweijährigen Jungen – obwohl mehrere Erwachsene nur wenige Meter entfernt sind. Genau dieser Umstand sorgt nun in Italien für große Beunruhigung.

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Der Wolf steuert direkt auf das spielende Kind zu

Nach Berichten des „Corriere Fiorentino“ und weiterer italienischer Medien bereitete der Vater draußen den Grill vor, während die Mutter noch in der Küche beschäftigt war. Ihr kleiner Sohn lief immer wieder zwischen Haus und Garten hin und her und spielte auf dem Rasen.

Plötzlich bemerkte die sieben Jahre alte Mischlingshündin „Destiny“ den Eindringling. Der Wolf hatte das Grundstück bereits betreten und bewegte sich in Richtung des Kindes. Statt zu fliehen, stellte sich der Hund zwischen den Jungen und das Raubtier.

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Der Kampf endet tödlich für Destiny

Der Wolf griff den Hund sofort an. Nach den Berichten biss er Destiny in den Hals und überwältigte sie innerhalb kurzer Zeit. Die Mutter rannte nach draußen, brachte ihren Sohn in Sicherheit und versuchte gleichzeitig, dem Hund zu helfen. Dabei zog sie sich leichte Verletzungen zu und musste anschließend im Krankenhaus untersucht werden.

Für Destiny kam jede Hilfe zu spät. Der Wolf schleppte den Hund laut den Berichten noch in Richtung Waldrand. Dort fanden die Besitzer später nur noch den leblosen Körper ihres Tieres.

Der Junge bleibt unverletzt

Erst im Nachhinein zeigt sich, wie glimpflich der Vorfall für die Familie ausgegangen ist. Der zweijährige Junge blieb körperlich völlig unverletzt. Auch die Mutter erlitt lediglich leichte Blessuren. Der größte Verlust für die Familie ist der Tod ihres Hundes, den sie als Lebensretter ihres Sohnes sieht.

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Besonders ein Detail sorgt für Sorge

Für Diskussionen sorgt vor allem das Verhalten des Wolfs. Nach den Schilderungen der Familie ließ sich das Tier offenbar weder von den anwesenden Erwachsenen noch von den Geräuschen eines bewohnten Grundstücks abschrecken. Es drang bis in den Garten vor und näherte sich dem spielenden Kleinkind. Gerade diese fehlende Scheu vor Menschen beschäftigt nun Anwohner und Behörden in der Region.

Verwendete Quellen: corriere.it, ilfattoqutidiano.it, iltirreno.it, gonews.it