Bis zu 36 GradWie schlimm wird es diesmal? Der Hitze-Fahrplan für die ganze Woche

Die Abendsonne scheint durch das Brandenburger Tor.
Die Abendsonne scheint durch das Brandenburger Tor.
picture alliance / Caro Kadatz / Caro Kadatz
von Philipp Petersdorff

Der Hochsommer dreht in dieser Woche wieder richtig auf.
Vor allem im Westen und Südwesten wird die Hitze zur Belastung, während der Norden etwas entspannter durch die Tage kommt. Die gute Nachricht: Ganz so extrem wie bei der letzten Hitzewelle wird es nach aktuellem Stand nicht – und viele Nächte bringen zumindest noch etwas Abkühlung.

Zum Glück: Nächte bringen noch Abkühlung

Nach der kurzen Verschnaufpause übernimmt Hoch Laurent wieder das Kommando. Bis mindestens Freitag bestimmt sonniges Hochsommerwetter weite Teile Deutschlands. Vor allem im Westen, der Mitte und im Südwesten steigen die Temperaturen immer wieder auf deutlich über 30 Grad. Dazu wächst durch die anhaltende Trockenheit die Waldbrandgefahr täglich weiter.

Anders als Ende Juni, als regional mehr als 40 Grad gemessen wurden und vielerorts tropische Nächte kaum noch Schlaf zuließen, bleibt die neue Hitzewelle etwas erträglicher. „Spitzenwerte von 40 Grad sind derzeit nicht in Sicht.” beruhigt RTL-Meteorologe Martin Pscherer. Und: „Besonders belastend waren zuletzt zudem die hohe Luftfeuchtigkeit und drückende Schwüle und die teilweise extrem warmen Nächte. Da sieht es in dieser Woche doch etwas entspannter aus.” Denn in vielen Regionen kühlt es nachts noch auf 14 bis 18 Grad ab. Wer frühmorgens oder spätabends lüftet, bekommt die Hitze vielerorts noch aus der Wohnung.

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Montag: Sommer pur mit ersten Gewittern

Die Woche startet fast überall sonnig. Nur im Norden und Nordosten ziehen zeitweise Wolken durch, örtlich sind dort einzelne Schauer oder Gewitter möglich. Im Südwesten nimmt die Bewölkung zum Abend hin zwar zu, meist bleibt es aber trocken.

Die Temperaturen liegen zwischen 23 Grad an den Küsten und bis zu 36 Grad im Südwesten. Perfekt also für Freibad, Badesee oder Biergarten – allerdings besser nicht in der größten Mittagshitze. Wer draußen arbeitet oder Sport treiben möchte, sollte die frühen Morgen- oder Abendstunden nutzen.

In der Nacht sinken die Temperaturen meist auf 14 bis 22 Grad. Vor allem im Norden und Osten lässt sich die Wohnung noch gut herunterkühlen.

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Dienstag: Im Süden wird’s ungemütlicher

Während der Norden oft freundlich und vergleichsweise angenehm bleibt, entstehen in der Mitte und im Süden häufiger Quellwolken. Besonders Richtung Alpen und stellenweise auch im Osten können kräftige Schauer und Hitzegewitter auftreten.

Mit 24 bis 36 Grad bleibt es dennoch hochsommerlich heiß. Vor allem im Südwesten ist die Wärmebelastung hoch. Wer Wanderungen oder längere Radtouren plant, sollte den Himmel im Blick behalten. Gewitter können sich lokal schnell entwickeln und heftig ausfallen.

Im Video: Unsere Urlaubsländer trifft es noch härter

Mittwoch: Viel Sonne – aber nicht überall

In der Nordhälfte dominiert weiterhin die Sonne. Im Süden ziehen dagegen erneut dichtere Wolken auf. Vor allem in Alpennähe sind kräftige Schauer und Gewitter möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 24 und 34 Grad.

Auch nachts bleibt die Lage vergleichsweise angenehm. In vielen Regionen gehen die Temperaturen erneut deutlich zurück, sodass Lüften weiterhin möglich bleibt. Nur in einigen wärmeren Regionen im Südwesten bleibt es deutlich milder.

Donnerstag: Noch einmal Hochsommer

Der Donnerstag bringt vielerorts freundliches Sommerwetter. Im Süden entwickeln sich im Tagesverlauf erneut Quellwolken, Richtung Alpen sind einzelne Gewitter möglich. Die Temperaturen erreichen 25 bis 35 Grad. Besonders in der Mitte und im Südwesten macht sich die Hitze inzwischen deutlich bemerkbar.

Wegen der anhaltenden Trockenheit steigt gleichzeitig die Waldbrandgefahr. In Teilen Süd- und Ostdeutschlands gilt bereits eine hohe, regional sogar die höchste Warnstufe. Offenes Feuer im Wald oder auf trockenen Wiesen sollte deshalb selbstverständlich tabu sein.

Freitag: Der Sommer hält durch

Zum Wochenausklang bleibt es in der Mitte und im Norden meist sonnig. Im Süden ziehen dagegen häufiger Wolken auf, Richtung Alpen sind erneut kräftige Schauer und Gewitter möglich. Mit 26 bis 33 Grad bleibt es sommerlich heiß, auch wenn die Temperaturen gegenüber Wochenbeginn etwas nachgeben.

Wer das Wochenende im Freien plant, kann sich vielerorts weiterhin auf Badewetter freuen. In den Gewitterregionen im Süden lohnt sich allerdings ein letzter Blick auf die Wetter-App, bevor es losgeht.

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Nächte bringen Erleichterung

Der große Unterschied zur letzten Hitzewelle: Die Nächte fallen vielerorts deutlich angenehmer aus. Während Ende Juni regional tropische Nächte mit mehr als 20 Grad kaum Erholung zuließen, gehen die Temperaturen jetzt häufig auf 14 bis 18 Grad zurück. Nur im Südwesten bleiben manche Nächte spürbar wärmer.

Das bedeutet: frühmorgens kräftig durchlüften, tagsüber Fenster geschlossen halten und die Wohnung möglichst verschatten – so lässt sich die Hitze deutlich besser aushalten.

Zum Schluss der Blick nach Europa

Während Deutschland in dieser Woche zwar kräftig ins Schwitzen kommt, wird es in einigen Nachbarländern noch deutlich extremer. In Frankreich und Spanien steigen die Temperaturen regional auf 35 bis 40 Grad. Gleichzeitig kämpfen mehrere Länder mit einer enormen Waldbrandgefahr. In Polen, dem Baltikum sowie Teilen Rumäniens und Bulgariens sorgen dagegen Schauer und Gewitter immer wieder für etwas Abkühlung.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen, dpa