Das sagt der Deutsche WetterdienstRTL-Hitze-Ticker: Hitze noch für viele Wochen? Das ist wirklich dran am Siebenschläfertag

Ganz Deutschland ächzt seit Tagen unter der Hitzewelle – wie geht es wettertechnisch weiter?
Ganz Deutschland ächzt seit Tagen unter der Hitzewelle – wie geht es wettertechnisch weiter?
picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann / SVEN SIMON

Die Hitze hat Deutschland fest im Griff!
Seit Tagen halten sich die Temperaturen schon im mittleren bis oberen 30er-Bereich, täglich erreichen uns Wetterwarnungen. Und es soll auch weiter heiß bleiben. Alles, was ihr rund um die aktuelle Hitzewelle wissen müsst, lest ihr im Hitze-Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Hitzewelle im Hitze-Ticker auf RTL.de

Svenja Hoffmann

RTL-Sondersendung: Gefährlich heiß! So kämpft Deutschland mit den Rekord-Temperaturen

Die Hitze hat Deutschland fest im Griff. Fallen die Allzeit-Temperatur-Rekorde? Wer leidet besonders? Und wer ist besonders gut auf dieses extreme Sommerwetter vorbereitet? In einer Sondersendung zeigt Christopher Wittich zusammen Experten und unseren Reportern vor Ort, wie die Menschen in der Republik und in anderen europäischen Ländern mit dem zu heißen Juni umgehen. Am Donnerstag, 25. Juni um 20.15 Uhr auf RTL oder im Livestream auf RTL+.
Svenja Hoffmann

Was ist wirklich dran am Siebenschläfertag?

Am Samstag (27. Juni) ist Siebenschläfertag  –  so wie das Wetter dann ist, soll es nach einer Bauernregel für sieben Wochen bleiben. Ob die aktuelle Hitze damit den gesamten Hochsommer andauert, lässt sich daraus aber nicht so einfach ableiten.
Für die Wetterregel vom Siebenschläfer ist laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) nicht der einzelne Tag, sondern eher die Wetterlage zwischen Ende Juni und Anfang Juli entscheidend.
In dieser Zeit stabilisieren sich häufig großräumige Strömungsmuster über Europa. Dadurch kann sich eine Wettertendenz über mehrere Wochen halten. Wird die Regel nicht alleine auf den 27. Juni, sondern auf den Zeitraum um den Monatswechsel von Juni zu Juli betrachtet, trifft sie laut DWD im Binnenland in 55 bis 60 Prozent der Fälle zu, im Alpenvorland immerhin in bis zu 70 Prozent.
Dabei dürfe die Regel aber nicht zu eng auf sieben Wochen ausgelegt werden – möglich sei auch ein Zeitraum von drei bis vier Wochen. Computergestützte Vorhersagen haben im Vergleich zur Bauernregel allerdings eine deutlich höhere Trefferwahrscheinlichkeit. (afp)
Svenja Hoffmann

WHO ruft Europa zu mehr Investitionen in den Hitze-Schutz auf 

Angesichts der derzeit extrem hohen Temperaturen in weiten Teilen Europas hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu mehr Investitionen in den Hitze-Schutz aufgerufen. „Die Hitzewelle in Europa führt zu Schulschließungen und gefährdet die Gesundheit der Menschen", erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch im Onlinedienst X zu der aktuellen extremen Wetterlage.
„Die Daten sind klar: Die Temperaturen in Europa steigen doppelt so schnell wie im globalen Vergleich, und das erhöht die Wahrscheinlichkeit und die Schwere extremer Wetterphänomene", fügte der WHO-Chef mit Blick auf die Klima-Entwicklung auf unserem Kontinent im Zuge der Erderwärmung hinzu. Die Politik müsse daraus Konsequenzen ziehen.
„Wir können uns keine weiteren Verzögerungen leisten“, mahnte Tedros. Die Regierungen müssten „Investitionen in Klima-resiliente Gesundheitssysteme Priorität einräumen und zugleich den Klimaschutz beschleunigen und die Treiber der Klimakrise zurückfahren".
Wissenschaftlern zufolge werden Extremwetter-Ereignisse wie Hitzewellen durch den Klimawandel häufiger und heftiger. Laut einer wissenschaftlichen Studie wurde die gegenwärtige Hitzewelle durch den menschengemachten Klimawandel „deutlich verschärft“. Ohne die Treibhausgasemissionen der Menschen wäre es demnach derzeit zwei bis vier Grad kühler.
Als praktischen Tipp rief die WHO am Mittwoch dazu auf, zwischen hitzebedingter Erschöpfung und einem lebensgefährlichen Hitzschlag zu unterscheiden. Die Erschöpfung äußere sich in Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Krämpfen. Bei einem Hitzschlag träten aber auch geistige Verwirrung, körperlicher Zusammenbruch und Anfälle auf.
Die WHO rät dazu, bei Temperaturen unter 40 Grad Ventilatoren zu nutzen. Bei Temperaturen über 40 Grad heizten die Geräte den Körper hingegen noch stärker auf. Bei Hitze sollten Menschen außerdem mindestens zwei bis drei Liter pro Tag trinken, heißt es in den WHO-Empfehlungen. (afp)
Svenja Hoffmann

Wie wird das Wetter zum dritten Deutschland-Spiel?

Auch wenn das dritte Vorrundenspiel von Deutschland unter der Woche stattfindet und erst um 22.00 Uhr angepfiffen wird, plant der ein oder andere einen Grillabend mit Freunden. Doch wird sich das Wetter halten oder sollten wir uns auf erneute Sommergewitter und Regen einstellen?
Das sagt RTL-Wetterexperte Rainer Buchhop: „Diesmal brauchen wir keinen besorgten Blick zum Himmel richten, ob sich irgendwo Gewitter zusammenbrauen. Oft ist es wolkenlos oder es sind nur wenige harmlose Wolken am Himmel". Was es jedoch zu beachten gilt: „Allerdings liegen die Temperaturen zum Anpfiff vom Saarland bis nach Köln, Frankfurt, Würzburg, Stuttgart und Freiburg oft noch bei über 30 Grad. In Hannover und Berlin liegen die Werte zur gleichen Zeit noch bei 26 oder 27 Grad.“ Nach Norden hin werde es „kühler" – „in Hamburg und Lübeck um 22 Grad, in Bremen und Kiel bei 20 oder 21 Grad und auf den Nordseeinseln um 18 Grad“.
Das Fazit des Experten lautet: „Selbst zum Anpfiff um 22.00 Uhr herrscht in einigen Teilen Deutschlands noch Hitze, aber davon abgesehen sind die Bedingungen zum Draußengucken ideal: kaum Wolken und trocken.“ Dann steht der Gartenparty ja nichts mehr im Weg!
Svenja Hoffmann
Provisorisches Freibad sorgt für Abkühlung in Bad Wildungen
Für drei Euro ins kühle Nass: Im Landkreis Wildeck-Frankenberg hat ein Bürgermeister eine ungewöhnliche Idee, um den Bürgern Erfrischung zu bieten.
Die Menschen in Bad Wildungen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) können sich in diesem Sommer in einem provisorischen Freibad abkühlen. Es handle sich nicht um einen wirklichen Ersatz für ein Schwimmbad, biete aber Abkühlung, Schwimmmöglichkeiten und Schwimmkurse, sagte Bürgermeister Ralf Gutheil (SPD).
Die beiden Becken mit 45 und 250 Quadratmetern wurden im Juni aufgestellt. Die Kosten liegen bei 300.000 Euro. Geöffnet ist bis Ende August, der Eintritt kostet drei Euro für Erwachsene und einen Euro für Kinder.
Die „Wildunger Sommeroase“ steht auf dem Gelände des früheren Freibads Heloponte, das wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Danach bot die Stadt kostenlose Busfahrten in umliegende Freibäder an, die laut Gutheil aber kaum genutzt wurden. Auf einer Sportveranstaltung sah der Bürgermeister Mietbecken – und kam nach eigenen Angaben auf die Idee, diese in Bad Wildungen aufstellen zu lassen. (dpa)
Noch ist die Liegewiese eine Sandfläche, doch schon bald soll hier Rasen wachsen.
Noch ist die Liegewiese eine Sandfläche, doch schon bald soll hier Rasen wachsen. picture alliance/dpa | Max Lametz
Svenja Hoffmann

Hitzeschlag bei Hund und Katze – an diesen Symptomen erkennt ihr, ob euer Haustier in Gefahr ist

Die aktuelle Hitzewelle macht auch unseren Haustieren zu schaffen. Halter sollten deshalb einige Dinge beachten, um einem gefährlichen Hitzschlag bei Hund, Katze und Co. vorzubeugen. Im Artikel ⬇️ erfahrt ihr, auf welche Symptome ihr unbedingt achten solltet und wie ihr im Ernstfall richtig handelt.
Svenja Hoffmann

Nordrhein-Westfalen steuert auf neuen Juni-Hitzerekord zu 

Tagsüber bis zu 40 Grad und nachts kaum Abkühlung. In den Städten sinken die Temperaturen teils nur auf 25 Grad. Am Freitag drohen zudem örtliche Hitzegewitter und Unwetter.
Die Menschen in Nordrhein-Westfalen müssen sich in den kommenden Tagen weiter auf Temperaturen deutlich über 30 Grad einstellen. Am Mittwoch werden Höchstwerte zwischen 34 Grad im Osten und 38 Grad im Westen erreicht, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Damit nähern sich die Temperaturen in Nordrhein-Westfalen einem Hitzerekord für Juni. Nach Angaben der Meteorologen des DWD wurde der bisherige Rekord am 18. Juni 2002 in Herten gemessen und liegt bei 38,3 Grad. (dpa) 
Svenja Hoffmann

Hitzewelle ist schuld! 68.000 Haushalte in der Bretagne ohne Strom 

Die Hitzewelle in Frankreich hat in der Bretagne zu massiven Stromausfällen geführt. Wie die Behörden des Départements Finistère mitteilten, waren dort am Mittwochmorgen rund 68.000 Haushalte ohne Strom. Der Grund war demnach ein überhitzter Transformator in Ergué-Gabéric in der Nähe von Quimper. Der Störfall am Dienstagabend sei auf die "derzeit herrschende große Hitze" zurückzuführen, erklärte die Präfektur. (afp)
Svenja Hoffmann

Das Wetter am Mittwoch, den 24. Juni – frisch aus der RTL-Wetterredaktion

Heute ist es oft sonnig, hier und da mit ein paar Wolkenfeldern oder Quellwolken, aus denen sich vor allem am Nachmittag zwischen der Schwäbischen Alb, den Alpen und dem Bayerischen Wald einzelne Schauer oder Gewitter entwickeln können. Sonst bleibt es trocken. Die Temperaturen steigen auf 29 Grad in Ostvorpommern bis 38 Grad am Oberrhein, auf den Inseln auf rund 25 Grad an und teilweise ist es schwül-heiß. Der Wind weht größtenteils schwach. 
Johanna Kroke

18-Jähriger stirbt bei Badeunfall in Höxter 

Wieder ein Badeunfall mit tödlichem Ausgang in NRW. In Höxter in Ostwestfalen-Lippe kommt ein junger Mann in einem Badesee ums Leben. 
In Nordrhein-Westfalen ist erneut ein Mensch bei einem Badeunfall ums Leben gekommen: Ein 18-Jähriger starb in Höxter in Ostwestfalen-Lippe im Freizeitsee Godelheim, wie die Polizei im Kreis Höxter mitteilte. Der junge Mann sei in Richtung einer Schwimmplattform geschwommen, als er aus noch unbekannten Gründen im Wasser versank, teilte die Polizei mit.

Badegäste alarmierten die Rettungskräfte. Feuerwehr, DLRG und Polizei rückten mit vielen Einsatzkräften an und leiteten Suchmaßnahmen ein. Schwimmer der Feuerwehr entdeckten den Körper des vermissten Mannes dann wenige Meter von der Schwimmplattform entfernt und brachten ihn an Land. Reanimationsversuche blieben erfolglos, der 18-Jährige starb noch vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber war eingesetzt worden. 

Zunächst hatte die Polizei berichtet, der 18-Jährige sei von der Schwimmplattform - etwa 50 Meter vom Ufer entfernt - in den Badesee gesprungen und nicht wieder aufgetaucht. Ermittlungen hätten unterdessen ergeben, dass er die Plattform nicht erreicht habe, hieß es später. 
Johanna Kroke

Weiter extreme Hitze und hohe Sonnenbrandgefahr 

Sonnencreme nicht vergessen: Der Tag wird nicht nur heiß, auch mit sehr hohen UV-Strahlungswerten ist zu rechnen. Besonders Kinder sollten gut geschützt werden.

Das Wetter bleibt schweißtreibend in Deutschland. Extreme Hitze im Westen und Südwesten, die sich nach Norden hin ausbreitet, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) nicht nur für heute voraus. Im Norden liegen die Höchstwerte demnach bei 27 bis 34 Grad, im Rest des Landes werden 32 bis 39 Grad erwartet. Einzig über dem südlichen Bergland seien vereinzelt kräftige Gewitter möglich, hieß es – ansonsten bleibe es heiter und teils sonnig.

Tückisch ist dabei die nicht direkt spürbare UV-Strahlung. Am Mittwoch und Donnerstag werden die bislang höchsten Indexwerte des Jahres erwartet, wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mitteilte. In Norddeutschland werde ein UV-Index bis 8 erwartet, in Mitteldeutschland bis 9, in Süddeutschland seien stellenweise 10 möglich, im Hochgebirge gar 11 ("extrem"). Der UV-Index-Wert gibt an, welche Tagesspitzenwerte der sonnenbrandwirksamen Strahlung am Boden erwartet werden. 

Besonders Kinder müssen geschützt werden

Aktuell hätten die Sonnenstrahlen einen kurzen Weg durch die Atmosphäre, erklärte das BfS. Zudem sei mit wenig schützendem Ozon in der Atmosphäre über Deutschland zu rechnen. Ab einem Indexwert von 3 sei UV-Schutz angebracht – besonders Kinder müssten geschützt werden: „Sonnenbrände im Kinder- und Jugendalter erhöhen das Risiko für UV-bedingte Erkrankungen von Haut und Augen im späteren Leben.“

Weil aufgrund der Hitze vielerorts der Wasserverbrauch in die Höhe geschnellt ist, rufen Versorger und Städte zu sparsamer Nutzung auf. In mehreren Regionen wird davon abgeraten, den Pool zu befüllen oder den Rasen zu bewässern. Kommunale Aufrufe zum Wassersparen gibt es unter anderem in Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. 
Eigenes „Hydrieren“ sei aber angebracht, heißt es von den Stadtwerken in München: "Bei diesem Wetter ist viel Trinken ratsam, vor allem Trinkwasser als kalorienfreier Durstlöscher.“
Camilla Koziol

Hitzewelle hat weite Teile Westeuropas im Griff - Neue Temperaturrekorde in Frankreich

Eine Hitzewelle von großem Ausmaß hat Teile Westeuropas fest im Griff: In Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien gab es am Dienstag Hitze-Warnungen und -Rekorde; in zahlreichen Regionen galt die höchste Warnstufe, die mit extremen und potenziell gesundheitsschädlichen Temperaturen verbunden ist. Frankreich meldete am Dienstag die heißeste Nacht sowie den heißesten Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Für Belgien und Großbritannien wurden weitere Hitze-Rekorde vorhergesagt.

Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa in nur knapp einem Monat. Der Deutsche Wetterdienst veröffentlichte am Dienstag Warnungen vor extremer Hitze für weite Teile Nordrhein-Westfalens sowie für Teile von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Eine einfache Hitze-Warnung galt fast im gesamten Rest des Landes, nur nicht im Norden von Brandenburg, im Großteil von Mecklenburg-Vorpommern und dem Norden von Schleswig-Holstein. Das Wasser des Rheins und der Mosel erwärmte sich stellenweise auf mehr als 25 Grad, was das ökologische Gleichgewicht der Gewässer stört.

In Frankreich waren mehr als die Hälfte des Landes von der höchsten Hitzewarnstufe Rot betroffen, in zahlreichen weiteren Départements galt die zweithöchste Warnstufe. Damit waren etwa 90 Prozent der Bevölkerung betroffen. Wegen der extremen Hitze wurde das südfranzösische Atomkraftwerk Golfech heruntergefahren. Der Eiffelturm und das Louvre-Museum schlossen bereits am Nachmittag.
Camilla Koziol

Traumstart für Kieler Woche – Stadt warnt vor Hitze

Laut Gesundheitsdezernent von Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Gerwin Stöcken hat die 132. Kieler Woche einen "Traumstart" hingelegt. "Mein Dank gilt allen Standbetreiberinnen und -betreibern, Veranstalterinnen und Veranstaltern und Hilfsdiensten, die dazu beitragen, dass alle bei jedem Wetter auf der Kieler Woche sicher und entspannt feiern können", sagte er. Angesichts hochsommerlicher Temperaturen appelliert die Stadt allerdings an die Besucherinnen und Besucher der Kieler Woche, auf sich und andere zu achten.

"Vermeidet Hitze und Sonne im Übermaß, macht ausreichend Pausen, trinkt genug, nutzt Sonnencreme und verwendet Kopfbedeckungen", betonte Stöcken. "Lasst uns gemeinsam feiern – aber auch gut aufeinander aufpassen."

So sorgen der Stadt zufolge öffentliche Trinkwasserspender auf der Krusenkoppel und in Schilksee für Abkühlung. Ebenfalls gibt es an zahlreichen Flächen die Möglichkeit, Wasserbehälter aufzufüllen - die Stände sind durch Plakate gekennzeichnet und sind etwa auf dem internationalen Markt, auf dem Asmus-Bremer-Platz, beim Woderkant Festival, im Schlossgarten und an der Kiellinie zu finden.

Weitere Abkühlungsmöglichkeiten

Das Kieler-Woche-Büro berät laut Angaben der Veranstalter, wie weitere Schatten- und Abkühlungsbereiche entstehen können. Besucher könnten sich bis Sonntag etwa am "Ocean Fun Park" am Bootshafen erfrischen. Im Ratsdienergarten biete der Playground eine Trinkwasserstation, zusätzliche Schattenplätze und ein Planschbecken.

Auf dem Muddi Markt sorgen ein Gartenschlauch und Sonnenschirme laut Stadt für Erholung. Auch an der Jungen Bühne und auf vielen anderen Flächen spenden zusätzliche Schattenspender oder Wassersprinkler Abkühlung. Fragen zur Hitze beantwortet das Amt für Gesundheit.
Roger Saha

Zwei Arbeiter sterben bei Unfall auf Autobahn 31: Mega-Stau in Gluthitze


Zwei Arbeiter sind bei einem Unfall an einer Baustelle auf der A31 im Emsland ums Leben gekommen. Bei einem der Männer habe es noch Reanimationsversuche gegeben, sagte Daniel Wester von der Freiwilligen Feuerwehr Groß Hesepe. Doch für die 34 und 60 Jahre alten Arbeiter kam jede Hilfe zu spät. Zwei weitere Menschen kamen leicht verletzt mit einem Krankenwagen in eine Klinik, darunter ein 36 Jahre alter Lkw-Fahrer, der als Unfallverursacher gilt.
Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei den tödlich Verletzten um Arbeiter, die an der Baustelle im Einsatz waren. Einer der Männer wurde bei dem Unfall unter einem Fahrzeug eingeklemmt. 

Was bisher über den Unfall bekannt ist

Der Unfall ereignete sich am Mittag zwischen Meppen und Lingen. Ein in Richtung Süden fahrender Lastwagen fuhr laut Polizei in ein Fahrzeug, mit dem die Baustelle abgesichert wurde. Durch die Wucht des Aufpralls erfasste das Absicherungsfahrzeug dann zwei Bauarbeiter. Wie genau es zu dem Unglück kam, wird noch ermittelt.
Die Fahrzeuge wurden stark beschädigt, eines blockierte quer die Autobahn. Auf der Fahrbahn lagen Scherben, Trümmer sowie Werkzeuge wie ein Handbesen und eine Schaufel. Einsatzkräfte versuchten mit rotem Sand, Flüssigkeiten unter den Fahrzeugen zu binden. 

Kilometerlanger Stau bei Hitze

Ein Rettungshubschrauber landete auf der Fahrbahn, mehrere Krankenwagen waren im Einsatz. Zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sicherten die Unfallstelle. 
Die Autobahn in Fahrrichtung Süden ist bis in den Abend gesperrt, die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau - bei extremer Hitze. Einsatzkräfte leiteten die Autos um. "Die Autobahn bleibt noch länger gesperrt", sagte Wester am Nachmittag.


Camilla Koziol

Hitzewelle in Frankreich: Eiffelturm schließt am Nachmittag vorzeitig

Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich schließt der Eiffelturm am Dienstag früher als üblich. Das berühmte Wahrzeichen bleibe nur bis 16.00 Uhr geöffnet anstatt wie üblich bis 00.45 Uhr, teilte die Betriebsgesellschaft mit. "Wir sehen uns gezwungen, uns an die große Hitze anzupassen: Die Sicherheit unserer Mitarbeiter und unserer Besucher hat Priorität", betonte das Unternehmen. Voraussichtlich werde der Eiffelturm auch am Mittwoch vorzeitig geschlossen werden.

Frankreich ist derzeit fest im Griff einer Hitzewelle von bislang unbekanntem Ausmaß. Seit Montag gilt in mehr als der Hälfte des Landes die höchste Hitzewarnstufe Rot, in zahlreichen weiteren Départements gilt die zweithöchste Warnstufe. Damit sind etwa 90 Prozent der Bevölkerung von potenziell gesundheitsschädlichen Extremtemperaturen betroffen.
Für Dienstag rechnete der Wetterdienst mit Temperaturen von bis zu 44 Grad im Südwesten des Landes. In den vergangenen Tagen waren mehrere historische Höchstwerte übertroffen worden: Am Montag wurde der bislang heißeste Nachmittag seit Beginn der Aufzeichnungen registriert, die landesweite durchschnittliche Höchsttemperatur erreichte 37,8 Grad. Der vorherige Höchstwert von 37,7 Grad stammte von 2003, allerdings von Anfang August.

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