Wichtige Wahlen stehen an!Wahl-O-Mat ist da! So findet ihr eure Partei für Berlin und MV

Mittlerweile ist es Teil einer jeden Wahl in Deutschland: der Wahl-O-Mat. Für die nächsten beiden Urnengänge in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern lassen sich ab jetzt wieder die Standpunkte der Parteien durchklicken.
Knapp vier Wochen vor den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist der sogenannte Wahl-O-Mat für beide Bundesländer gestartet. Nutzerinnen und Nutzer können ihre eigenen Positionen zu 38 politischen Thesen online mit denen der zur Wahl zugelassenen Parteien abgleichen. In Berlin treten 17 Parteien mit Listen bei der Wahl an, in Mecklenburg-Vorpommern 19 Parteien. In beiden Ländern wird zeitgleich am 20. September gewählt.
Das von der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelte digitale Angebot soll Wahlberechtigten bei der Entscheidungsfindung helfen. Das Format in Frage-Antwort-Form gibt es seit dem Jahr 2002, es erfreut sich wachsender Beliebtheit. Zuletzt war das Programm zu den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Einsatz. Auch für die Wahl in Sachsen-Anhalt am 6. September ist der Wahl-O-Mat bereits online.
Der Nutzer oder die Nutzerin des Wahl-O-Mats kann auf jede Frage mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“, „neutral“ oder „These überspringen“ antworten. Man kann auch jederzeit zurückkehren und einzelne Antworten ändern. Nach der Beantwortung aller Aussagen kann der Nutzer den Themen, die ihm besonders wichtig sind, ein besonderes Gewicht geben. Insgesamt wurde er im Vorfeld von Wahlen rund 160 Millionen Mal genutzt. Allein vor der Bundestagswahl im vergangenen Jahr gab es 26 Millionen Aufrufe.
Auch Alternativen für den Klassiker
Der Wahl-O-Mat errechnet aus den Antworten den Grad der Übereinstimmung mit den Positionen der Parteien. Nutzerinnen und Nutzer können dadurch herausfinden, welche der zur Wahl zugelassenen Parteien ihren eigenen Positionen am nächsten stehen. Das Programm ist unter der Internetadresse www.wahl-o-mat.de erreichbar.
In Berlin gibt es aber auch Alternativen. Dazu gehört der Sozial-O-Mat von der Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Der ermöglicht, seine eigenen Positionen zu den wichtigsten sozialen Themen der Wahl mit den Positionen der Parteien abzugleichen. Es geht dabei um die Themenfelder Wohnen, Gesundheit und Pflege, Armut und Gesellschaft, Zuwanderung und Integration sowie Kinder und Jugend.
Thematisch breit aufgestellt ist der „Party-Check“. Entwickelt wurde der von einem Forschungsteam um den Potsdamer Politikwissenschaftler Jan Philipp Thomeczek. Klicken kann man sich durch 18 ausgewählte Fragen zu aktuellen politischen Themen. Nutzerinnen und Nutzer können jeweils eine Antwortskala mit 20 Stufen anklicken und auch selbst bewerten, wie wichtig oder unwichtig ihnen ein Thema ist. Am Ende wird in Prozent angegeben, inwieweit die Nutzer mit den verschiedenen Parteien in einzelnen Themenbereichen übereinstimmen. Das gibt es erstmals auch in einer englischsprachigen Version - und für die Berliner Abgeordnetenhauswahl auch auf Türkisch.
Anders als beim Wahl-O-Mat stammen laut Universität Potsdam beim Party-Check die Parteipositionen nicht von den Parteien selbst, sondern aus dem „Länder Expert Survey“. Das ist eine Befragung von Expertinnen und Experten der Politikwissenschaft, die Thomeczek seit 2024 durchführt.
Verwendete Quellen: ses/dpa


