DAS haben die Fälle gemeinsam!Vermisste Michelle (25): Die mysteriöse Parallele zum Fall Rebecca Reusch

Wenn der Schwager ins Visier gerät.
In Celle verschwindet Michelle H. spurlos, in Berlin bleibt die damals 15-jährige Rebecca Reusch seit Jahren wie vom Erdboden verschluckt – in beiden Fällen rückt der Schwager in den Fokus der Ermittler. DAS verbindet die beiden Fälle.
Michelle H. aus Celle: Schwager wird zum Verdächtigen
Michelle H. (25) aus Celle verschwindet in der Nacht zum 11. März. Mit einer blutigen Wunde am Hals läuft sie offenbar aus ihrer Wohnung, dann verliert sich ihre Spur an der Aller, einem Fluss in Celle. Zunächst gilt ein 46-jähriger Bekannter als der Mann, der hilft: Er meldet Michelle bei der Polizei als vermisst, wird von den Ermittlern öffentlich nicht als tatverdächtig bezeichnet.
Lese-Tipp: Anfangsverdacht! Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Michelles Schwager
Nun die Wende: Nach Informationen der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem 46-Jährigen um den Lebensgefährten ihrer Schwester, gegen ihn bestehe jetzt ein „einfacher Anfangsverdacht“. In Michelles Wohnung finden Ermittler ein offenbar blutverschmiertes Küchenmesser, die Anhaftungen werden zurzeit spurentechnisch untersucht, während Leichenspürhunde und Taucher am Mittwoch (18. März) am Allerufer erneut nach Hinweisen suchen, bislang ohne Erfolg. Die Suche nach Michelle verlagert sich zunehmend „an den Schreibtisch“, heißt es von der Staatsanwaltschaft.
Im Video: Was ist mit Michelle passiert?
Rebecca Reusch: Florian R. seit Jahren Tatverdächtiger
Rebecca Reusch verschwindet am 18. Februar 2019 aus dem Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers in Berlin. Die damals 15-Jährige übernachtet dort, seitdem fehlt von ihr jede Spur. Schwager Florian R. wird schnell zur Schlüsselfigur: Er ist der letzte, der mit Rebecca im Haus ist, wird zweimal festgenommen, aber jedes Mal wieder freigelassen. Bis heute gibt es keine Anklage gegen ihn.
Lese-Tipp: Keine Spur von vermisster Rebecca Reusch – trotz 3.500 Hinweisen
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kommt Florian R. in der Nacht von einer Betriebsfeier zurück, Rebeccas Schwester geht früh zur Arbeit, als die Mutter später anruft, wird ihr Anruf zunächst weggedrückt, kurz darauf ruft der Schwager zurück und sagt, Rebecca sei schon zur Schule unterwegs.

In der Schule kommt das Mädchen nie an, die Familie meldet sie am Nachmittag als vermisst, die Polizei geht inzwischen davon aus, dass Rebecca das Haus ihres Schwagers nicht mehr lebend verlassen hat. Der himbeerfarbende Twingo der Familie wird zum Gegenstand der Ermittlung. Bis heute gilt Florian R. als einziger Verdächtiger, doch er bestreitet jede Tat, die Familie Reusch betont öffentlich immer wieder, dass sie an seine Unschuld glaubt.
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Kann man den engsten Vertrauten wirklich vertrauen?
In Celle prüfen die Beamten gerade erst, ob sich der Verdacht gegen den Schwager erhärtet oder wieder zerbröselt, in Berlin nehmen sich Ermittler alte Akten immer wieder vor und hoffen, den Cold-Case-Status weiter zu verhindern. Für beide Familien bedeutet der Fokus auf den Schwager eine extreme Zerreißprobe: Die Frage, ob aus einem vertrauten Angehörigen ein Täter wird, entscheidet auch darüber, ob sie überhaupt irgendwann eine Antwort auf die quälende Frage bekommen, was mit Michelle und Rebecca passiert ist.
Verwendete Quellen: eigene RTL Recherche
































