Neuer Druck auf IranUSA schlagen zu! China-Raffinerie wegen Iran-Deals bestraft

(240810) -- SHENYANG, Aug. 10, 2024 (Xinhua) -- An aerial drone photo taken on June 16, 2024 shows a view of a petrochemical industrial park of Hengli Group on Changxing Island of Dalian, northeast China's Liaoning Province. The petrochemical industry, as a pillar industry of the country's northeastern provinces, has optimized industrial structure in recent years to promote high-quality development. (Xinhua/Yang Qing)
Hunderte Milliarden Dollar soll der Iran von der sanktionierten Firma erhalten haben.
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Washington will die Geldströme Richtung Iran trockenlegen und nimmt dafür gezielt ein großes chinesisches Unternehmen ins Visier. Es handelt sich demnach um einen der größten Abnehmer iranischer Rohstoffe. Die Firma soll zudem Teil eines verdeckten Transportnetzwerks auf See sein.

Die USA wollen den wirtschaftlichen Druck auf den Iran mit weiteren Sanktionen erhöhen. Das US-Finanzministerium belegte die chinesische Ölraffinerie Hengli wegen ihrer umfassenden Geschäfte mit Teheran mit Sanktionen. Das teilte das Ministerium mit. „Unabhängige Raffinerien mit Sitz in China spielen weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der iranischen Ölwirtschaft. Hengli ist einer der größten Abnehmer von Rohöl und anderen Erdölprodukten aus dem Iran“, teilte das Ministerium mit.

Hengli habe iranisches Erdöl im Wert von mehreren Milliarden Dollar gekauft. Es handele sich um die zweitgrößte derartige Raffinerie in ganz China.

Zusätzlich verhängte das Ministerium Sanktionen gegen etwa 40 Reedereien und Schiffe. Diese operieren laut Mitteilung als Teil der iranischen Schattenflotte. Sie stellen demnach eine „finanzielle Lebensader“ für die Führung in Teheran dar. Die Sanktionen sehen vor, dass Vermögenswerte eingefroren werden und es US-Bürgern untersagt ist, mit den betroffenen Firmen Geschäfte zu machen. Laut der Mitteilung wickelte gerade die Firma Hengli ihre Ölgeschäfte mit dem Iran über die Schattenflotte ab und bescherte der Führung in Teheran seit 2023 Hunderte Millionen Dollar an Einnahmen.

Die Maßnahme ist Teil eines breiteren Vorstoßes der USA. Sie wollen den Iran mit wirtschaftlichem Druck im laufenden Krieg zu einer Verhandlungslösung bringen. In den vergangenen Wochen hatte die US-Regierung immer wieder Sanktionen gegen iranische Handelspartner belegt, etwa in den Bereichen Energie und Waffen. Auch die Seeblockade der Straße von Hormus zielt darauf ab, Teheran seiner Einnahmen aus dem Ölexport zu berauben.

Verwendete Quellen: lwe/dpa