Klage nach Schockfund Frau hat jahrelang Schmerzen – dann entdecken Ärzte eine Nadel in ihrem Bauch

Wo blieb die Nadel zurück? Die Klägerin vermutet, dass der Fremdkörper bei einer von zwei Operationen in ihren Bauch gelangte – möglicherweise bereits bei ihrem Kaiserschnitt 2018. (Symbolbild)
Wo blieb die Nadel zurück? Die Klägerin vermutet, dass der Fremdkörper bei einer von zwei Operationen in ihren Bauch gelangte – möglicherweise bereits bei ihrem Kaiserschnitt 2018. (Symbolbild)
picture alliance / BSIP | AMELIE-BENOIST

Jahrelang litt sie unter Schmerzen – dann machen Ärzte bei einer Untersuchung einen unglaublichen Fund.
Im Bauch von Jana Petriganova DeGregoris wird ein rund 3,8 Zentimeter langer nadelartiger Fremdkörper entdeckt. Die US-Amerikanerin ist überzeugt: Er wurde bei einer ihrer früheren Operationen zurückgelassen. Jetzt verklagt sie ein renommiertes New Yorker Krankenhaus und drei Ärzte.

Nadel soll jahrelang unentdeckt geblieben sein

Der Fall beschäftigt inzwischen ein Gericht in New York. Jana Petriganova DeGregoris und ihr Ehemann Gerard haben im September Klage gegen das Mount Sinai Hospital sowie drei Ärzte eingereicht. Sie werfen ihnen unter anderem medizinische Behandlungsfehler vor. Im Zentrum des Verfahrens steht ein Fremdkörper, der nach Darstellung der Klägerin jahrelang unentdeckt in ihrem Bauch gesteckt haben soll. Wie die New York Post unter Berufung auf die Klage berichtet, wurde er im Oktober 2025 bei einer CT-Untersuchung entdeckt.

Dem Bericht zufolge handelte es sich um einen etwa 1,5 Inch – umgerechnet rund 3,8 Zentimeter – langen nadelartigen Gegenstand. Dieser sei später operativ entfernt worden.

Stammt die Nadel von ihrem Kaiserschnitt?

Doch wie kam der Fremdkörper in ihren Bauch? Genau das ist bislang nicht geklärt. DeGregoris hatte sich dem Bericht zufolge im Juni 2018 im Mount Sinai Hospital einem Kaiserschnitt unterzogen. Mehr als drei Jahre später, im November 2021, folgte eine weitere Operation am Bauch. Dabei wurden demnach eine Bauchdeckenstraffung und die Behandlung eines Nabelbruchs vorgenommen. Die Klägerin geht laut New York Post davon aus, dass der Fremdkörper bei einem dieser beiden Eingriffe in ihrem Körper zurückgelassen worden sein könnte. Bei welcher Operation das geschehen sein soll, ist demnach offen.

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Frau führt jahrelange Schmerzen auf Fremdkörper zurück

Nach eigenen Angaben litt DeGregoris, die selbst im medizinischen Bereich als Pflegefachkraft arbeitet, über Jahre unter Beschwerden. Sie führt die Schmerzen und weitere gesundheitliche Probleme auf den später entdeckten Fremdkörper zurück.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann fordert DeGregoris nun Schadensersatz. Eine konkrete Summe wird in den bislang veröffentlichten Berichten nicht genannt. Die Klage richtet sich gegen das Mount Sinai Hospital und drei an den Behandlungen beteiligte Ärzte. Nach Angaben der New York Post reagierten weder das Krankenhaus noch die beklagten Mediziner auf Anfragen der Zeitung.

Bislang ist nur die Darstellung der Klägerseite öffentlich bekannt – ob und bei welchem Eingriff der Fremdkörper von einem der Ärzte zurückgelassen wurde, muss das Verfahren erst klären.

Verwendete Quellen: New York Post