Wer wird ihn zuerst aufspüren?Er wird gejagt! Abgeschossener US-Pilot irrt alleine durch den Iran

Es klingt wie das Drehbuch eines Hollywood-Blockbusters.
Doch das, was ein US-Kampfjet-Pilot gerade im Iran durchmacht, ist alles andere als das. Am Freitag (3. April) verbreitet sich die Nachricht, dass der Iran erstmals seit Kriegsbeginn ein US-Kampfflugzeug über seinem Territorium abgeschossen hat. An Bord: zwei Piloten. Während einer von beiden Medienberichten zufolge gerettet werden konnte, scheint der zweite im Iran verschollen zu sein. Die USA haben eine großangelegte Suchaktion gestartet – doch sie sind nicht die Einzigen, die den Piloten suchen ...
Iran setzt Prämie für Ergreifung des US-Piloten aus
Während die iranischen Streitkräfte am Freitag die Nachricht verbreiten, ein US-Kampfflugzeug abgeschossen zu haben, berichten amerikanische Medien über die Suche nach überlebenden Besatzungsmitgliedern. Später dann zumindest die gute Nachricht: US-Spezialeinheiten konnten eines der Crewmitglieder in Sicherheit bringen. Dennoch: Das zweite Crewmitglied habe man nicht aufspüren können. Und auch am Samstagmorgen (4. April) scheint vom zweiten Piloten noch immer jede Spur zu fehlen. Dabei läuft die Zeit – denn nicht nur die USA suchen nach dem verschollenen Kampfjet-Piloten.
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Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldet, die Armee sei auf der Suche nach dem abgeschossenen Piloten - oder Pilotin. Die Bewohner der Region seien demnach aufgerufen worden, sich an der Suche nach der Crew zu beteiligen, für die Ergreifung wurde eine Prämie ausgesetzt. „Wenn ihr den oder die feindlichen Piloten lebend fasst und an die Polizei oder die Armee übergebt, werdet ihr eine wertvolle Belohnung erhalten”, sagte ein iranischer Fernsehreporter.
Trump hofft, „dass das nicht passieren wird”
Wie die New York Post unter Berufung auf einen ehemaligen Ermittler des Air Force Safety Centers schreibt, verfüge ein Flugzeug wie das abgeschossene über einen Notfallsender als Teil eines Überlebenssets. Dieser könne automatisch oder manuell aktiviert werden.
Doch was würde passieren, wenn es dem Iran tatsächlich gelingen würde, den gesuchten US-Piloten zuerst zu finden? Auf die Frage, was er tun würde, falls das noch gesuchte, andere Crew-Mitglied von Iranern gefangengenommen oder verletzt werden sollte, sagte Trump laut der britischen Zeitung The Independent in einem Telefoninterview: „Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird.” Fest steht - der Iran hätte dann ein Druckmittel in der Hand, einen Gefangenen, den sie auch der US-Öffentlichkeit zeigen könnte. Für Trump ein Horror-Szenario.
Etwaige Gespräche mit dem Iran sieht Trump durch den Absturz des Kampfjets NBC News zufolge jedenfalls nicht beeinflusst. (mit dpa/afp)
Verwendete Quelle: dpa, afp, New York Post


