Tief im Feindesland getroffenUkraine schlägt zu – Drohnen-Attacke fordert Todesopfer in Russland

ARCHIV - 28.02.2025, Ukraine, ---: Ein ukrainischer Soldat des Verteidigungsnachrichtendienstes bereitet den Start der Langstreckendrohne An-196 Ljutyj an einem ungenannten Ort in der Ukraine vor. (zu dpa: «Ukrainische Drohnen attackieren Chemiewerk tief in Russland») Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Ein ukrainischer Soldat des Verteidigungsnachrichtendienstes bereitet den Start der Langstreckendrohne An-196 Ljutyj an einem ungenannten Ort in der Ukraine vor.
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Die gezielten Angriffe der Ukraine auf den Treibstoffsektor Russlands gehen weiter, ukrainische Drohnen dringen tief in das Hinterland Russlands vor. Berichten zufolge werden zwei wichtige Standorte im Raum der Wolga getroffen.

Die Ukraine hat in der Nacht erneut mit Drohnen Ölanlagen tief im Hinterland Russlands attackiert. In Nowokyjbyschew sei bei einem Angriff auf ein Industrieobjekt ein Mensch ums Leben gekommen, schrieb der Gouverneur der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, bei Telegram. Zwei weitere Personen wurden demnach verletzt. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Objekt um eine zum Ölkonzern Rosneft gehörende Chemiefabrik.

Nach Angaben Fedorischtschews fielen Drohnentrümmer zudem auf ein Wohnhaus in Samara. Ein Passant sei durch die herabfallenden Teile verletzt worden, schrieb er.

In der ebenfalls an der Wolga gelegenen Nachbarregion Nischni Nowgorod wurde nach Angaben des Internetportals Astra nahe der Stadt Kstowo eine Ölpumpstation getroffen und in Brand gesetzt. Diese gehöre zu den größten Knotenpunkten des russischen Pipelinebetreibers Transneft in der Region, schrieb Astra. Über mögliche Opfer ist nichts bekannt. Die russischen Behörden haben den Vorfall bislang nicht bestätigt.

Seit mehr als vier Jahren führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Regelmäßig beschießen inzwischen beide Seiten auch das Hinterland des Gegners. Kiew zielt dabei neben militärischen Anlagen speziell auf Objekte der Treibstoffindustrie. Die Zahl der Opfer und die verursachten Schäden stehen aber in keinem Verhältnis zu dem Ausmaß der von Russland angerichteten Zerstörungen in der Ukraine.

Verwendete Quellen: kaz/dpa