Nach Horror-Unfall in der TürkeiBewegender Spendenaufruf für schwangere Witwe eines der Unfall-Opfer

Der verstorbene Boran Erten, seine Witwe Eleftheria und ihr Kind
Der verstorbene Boran Erten (†), seine Witwe Eleftheria und ihr Kind
gofundme / Nadine Hofmann
von Philipp Petersdorff

Der Schmerz sitzt noch immer tief.
Nach dem tragischen Unfall, bei dem zwei Brüder aus Köln und ihre Mutter auf dem Weg in die Türkei ums Leben kamen, bittet jetzt eine Freundin der Familie um Hilfe. Die Witwe eines der Unfallopfer hat nicht nur ein kleines Kind, sondern ist auch schwanger.

Tragischer Unfall auf dem Weg in die Heimat

Vor wenigen Tagen erschütterte das Schicksal der Familie Erten viele Menschen. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf dem Weg in ihren Heimatort nach Kayseri in der Türkei kamen die Kölner Brüder Orhan (†38) und Boran Erten (†33) sowie ihre Mutter Fadime (60) ums Leben. Familienvater Ahmet überlebte den Unfall schwer verletzt.

Jetzt richtet sich der Blick auf die Hinterbliebenen. Für Borans Ehefrau und ihre kleine Tochter wurde auf der Spendenplattform GoFundMe eine Hilfsaktion gestartet. Die junge Frau erwartet zudem das zweite gemeinsame Kind.

Der tragische Unfall am 15. Juli
Bei diesem Unfall starb Boran Erten (†33)
gofundme / Nadine Hofmann

„Sie verlor ihren Ehemann und den Vater ihrer Kinder“

Die Initiatorin des Spendenaufrufs findet bewegende Worte. „Boran war ein liebevoller Ehemann, ein fürsorglicher Vater und ein Mensch mit einem großen Herzen“, heißt es in dem öffentlichen Aufruf. Mit seinem Tod habe die Familie nicht nur einen geliebten Menschen verloren, sondern auch ihre wichtigste Stütze.

Besonders schwer treffe das Schicksal seine Ehefrau. „Sie verlor ihren Ehemann und den Vater ihrer Kinder“, schreibt die Organisatorin. Während sie den Verlust verarbeiten müsse, stehe sie gleichzeitig vor der Aufgabe, ihre gemeinsame Tochter zu versorgen und sich auf die Geburt ihres zweiten Kindes vorzubereiten.

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„Jede Spende gibt Hoffnung“

Mit der Spendenaktion sollen die finanziellen Sorgen der Familie zumindest etwas gemildert werden. Das gesammelte Geld sei unter anderem für den Lebensunterhalt, die Versorgung der Kinder und die Zeit nach der Geburt gedacht.

Die Initiatorin appelliert deshalb an die Hilfsbereitschaft der Menschen. „Jede Spende – egal in welcher Höhe – gibt Hoffnung.“ Und weiter: „Wenn ihr nicht spenden könnt, hilft auch das Teilen dieser Aktion.“

Die Anteilnahme ist seit Bekanntwerden der Tragödie groß. Vor dem Kiosk der Brüder im Kölner Stadtteil Kalk legten Freunde, Nachbarn und Stammkunden Blumen, Kerzen und persönliche Botschaften nieder. Viele beschrieben Boran und Orhan als herzliche Menschen, die für ihr Veedel weit mehr waren als nur Kioskbetreiber.

Verwendete Quelle: gofundme