Tödliches Drama an FelswandMann stürzt an Teufelsklippe 30 Meter in den Tod

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Rund 80 Einsatzkräfte waren im Einsatz.
Gemeindefeuerwehr Salzhemmendorf

In der Nacht sind zwei Männer an einem Steinbruch in der Gemeinde Salzhemmendorf unterwegs. Plötzlich stürzt einer von ihnen in die Tiefe. Alarmierte Retter durchkämmen das unwegsame Gelände. Schließlich entdeckt ein Polizeihubschrauber den Verunglückten. Doch jede Hilfe kommt zu spät.

In einem Steinbruch im niedersächsischen Salzhemmendorf ist ein Mann in der Nacht 30 Meter in die Tiefe gestürzt und tödlich verunglückt. Wie es zu dem Unfall in der Nähe von Hameln kommen konnte, sei noch unklar, berichtete die örtliche Gemeindefeuerwehr. Der Mann war demnach am späten Freitagabend mit einem Freund im Wald oberhalb des Steinbruchs unterwegs gewesen. Nach Angaben der „Bild“-Zeitung stürzte der 29-Jährige gegen 23.20 Uhr plötzlich von einem Felsen, der von den Bewohnern der angrenzenden Gemeinde Teufelsklippe genannt wird.

Sein Begleiter habe sofort einen Notruf abgesetzt, nachdem sein Freund in die Tiefe gestürzt war. Allerdings sei die Kommunikation unterbrochen worden, sodass zunächst kein genauer Standort ermittelt werden konnte, teilte die Feuerwehr mit. Freiwillige Feuerwehren aus mehreren Orten, Höhenretter aus Oldendorf sowie weitere Einsatzkräfte rückten auch mit geländegängigen Rettungswagen aus. Mehrere Suchtrupps durchkämmten den Wald in Höhe der Steilhänge, schließlich fand der Polizeihubschrauber „Phönix“ die abgestürzte Person.

Ein Notarzt konnte aber nur noch den Tod des Mannes feststellen. Mithilfe einer Schleifkorbtrage wurde der Verstorbene durch unwegsames Gelände über Waldwege mit mehr als 200 Höhenmetern zur Sammelstelle getragen. Auch der Begleiter des Verunglückten wurde mit seinem Hund in Sicherheit gebracht. Nach etwa viereinhalb Stunden war der Einsatz für die rund 80 Einsatzkräfte beendet. Notfallseelsorger und ein Kriseninterventionsteam betreuten Angehörige des Opfers und Einsatzkräfte.

Verwendete Quellen: jpe/dpa