Schwer verletzt und eiskaltNeun Meter tief abgestürzt! Wanderin (54) muss ganze Nacht in Erdloch ausharren

Der Wander-Ausflug einer Münchnerin endet neun Meter unter der Erde.
Der Wander-Ausflug einer Münchnerin endet neun Meter unter der Erde. (Symbolbild)
udu axs, Ursula Düren/dpa, Ursula Düren

Was für ein Albtraum mitten in den Bergen!
Eine 54-jährige Münchnerin stürzt beim Wandern in Tirol in ein neun Meter tiefes Erdloch. Schwer verletzt und nur mit leichter Wanderkleidung muss sie dort die ganze Nacht ausharren – bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Erst am nächsten Morgen hören zwei Wanderinnen ihre Hilferufe.

Notruf aus Erdloch scheitert

Die 54-Jährige ist am Freitagabend (25. September) beim Abstieg vom Hinteren Sonnwendjoch bei Thiersee im österreichischen Tirol unterwegs, als das Unglück passiert. Zwischen Felsen stürzt sie in ein rund neun Meter tiefes Erdloch. Nach Angaben der Polizei wird die Münchnerin bei dem Sturz schwer verletzt. Vermutlich verliert sie zunächst sogar das Bewusstsein.

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Erst gegen Mitternacht kommt die Wanderin wieder zu sich und versucht, Hilfe zu rufen. Doch ihre Versuche, einen Notruf abzusetzen, bleiben erfolglos. Schwer verletzt sitzt die 54-Jährige in dem tiefen Erdloch fest – und das lediglich in leichter Wanderkleidung. Die Temperaturen liegen in der Nacht nur knapp über null Grad. Stundenlang muss die Frau auf Rettung hoffen.

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Zwei Wanderinnen hören ihre Hilferufe

Erst am Samstagmorgen (26. September) gegen 7.30 Uhr kommt endlich Hilfe. Zwei Wanderinnen aus Deutschland hören die Hilferufe der Münchnerin und werden auf die Verunglückte aufmerksam. Rettungskräfte rücken an und befreien die 54-Jährige schließlich mithilfe eines Taus aus dem neun Meter tiefen Loch. Nach der unfreiwilligen Nacht in den Tiroler Bergen ist die schwer verletzte Wanderin damit endlich in Sicherheit. (lmi)

Verwendete Quellen: dpa, br.de