Mehrere Attacken an Bahnhöfen und in S-BahnSyrer (22) will Mann in Köln auf die Gleise ziehen – damit beginnt ein Nachmittag der Gewalt

Hauptbahnhof Köln
Ein ICE-Zug der Deutschen Bahn verlässt den Kölner Hauptbahnhof.
Roberto Pfeil/dpa

Erst am Bahnsteig, dann in der S-Bahn, später im Hauptbahnhof!
In Köln hat ein 22-Jähriger nach Angaben der Bundespolizei am Sonntag (21. Juni) mehrere Menschen attackiert. Zeugen verhinderten an der Haltestelle Köln-Trimbornstraße offenbar eine Katastrophe.

Köln-Trimbornstraße wird zum Startpunkt der Attacken

Nach bisherigen Erkenntnissen der Bundespolizei beginnt die Tatreihe gegen 15.10 Uhr. Der syrische Tatverdächtige soll am Haltepunkt Köln-Trimbornstraße einen Reisenden geschlagen und versucht haben, ihn in Richtung Gleisbereich zu ziehen. Zeugen greifen ein und retten das Opfer. Die Polizei: „Der Geschädigte erlitt mehrere Hämatome und Schürfwunden.”

Doch damit endet der Nachmittag der Gewalt nicht. Der 22-Jährige steigt anschließend in die S19 Richtung Köln-Hauptbahnhof.

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In der S19 schlägt der Mann offenbar wieder zu

Auf Höhe Köln Messe/ Deutz soll der Tatverdächtige zwei bislang unbekannten Reisenden unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Genau diese beiden Menschen sucht die Bundespolizei jetzt.

Im Kölner Hauptbahnhof setzt sich die Attacken-Serie laut Ermittlern fort. In einer Systemgastronomie in der B-Passage soll der 22-Jährige auf einen 47-jährigen Reisenden eingeschlagen und eingetreten haben. Als Einsatzkräfte eintreffen, soll der Mann weiterhin mit Fäusten auf den am Boden liegenden 47-Jährigen eingeprügelt haben.

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Bundespolizei sucht Opfer und Zeugen aus der S19

Die Beamten trennen die Beteiligten und nehmen den Tatverdächtigen mit. Die Ermittlungen ergeben laut Bundespolizei, dass der 22-Jährige bereits früher mehrfach wegen Gewaltdelikten polizeilich aufgefallen ist. Außerdem stand er demnach unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kommt der Mann in eine psychiatrische Einrichtung. Gegen ihn laufen nun Ermittlungen, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die Bundespolizei bittet besonders die beiden bislang unbekannten Geschädigten aus der S19 sowie weitere Zeuginnen und Zeugen, sich zu melden. Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der kostenlosen Servicenummer 0800 6 888 000 oder bei jeder Polizeidienststelle entgegen.

Verwendete Quelle: Bundespolizei Sankt-Augustin