Mit Stacheldraht und 230 VoltElektroschock am Gartentor! Nachbar-Zoff eskaliert völlig

Schild "Vorsicht - Wachsamer Nachbar!" am Gartenzaun eines Wohnhauses in der "Alten Heide" im Münchner Norden., 07.09.2011
Glücklicherweise ging der Vorfall glimpflich aus.
picture alliance / Sueddeutsche Zeitung Photo / Hess, Catherina

Streitereien zwischen Nachbarn können sehr unschön sein. So schlimm wie bei einem Fall in Bayern endet es aber selten. Ein Mann verriegelt dort das Gartentor seines Nachbarn mit äußerst fragwürdigen Methoden. Nun wird gegen ihn ermittelt.

Vermutlich im Zuge eines schon länger schwelenden Streits soll ein Mann in Niederbayern das Gartentor seines Nachbarn unter Strom gesetzt haben. Der 30-Jährige habe das Tor in Vilshofen an der Donau mit Stacheldraht umwickelt und diesen mithilfe eines Verlängerungskabels mit einer Netzspannung von 230 Volt unter Strom gesetzt, teilte die Polizei mit. Außerdem habe er das Tor seines 79 Jahre alten Nachbarn mit Waschbetonplatten, einer Kette und einem Schloss blockiert und versperrt.

Der Nachbar habe den Vorfall bemerkt und die Polizei alarmiert. Beamte hätten das Kabel bis zum Stromverteilerkasten des 30-Jährigen zurückverfolgt und stromlos gemacht. Verletzt wurde niemand.

Den 30-Jährigen erwarten Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs. Das genaue Motiv ist noch unklar. Laut einem Polizeisprecher läuft zwischen den Nachbarn ein länger währender Nachbarschaftsstreit.

Verwendete Quellen: rog/dpa