Erste Eindrücke nach MitternachtTankrabatt drückt Benzinpreise an vielen Tankstellen unter zwei Euro

Kommt die Steuersenkung diesmal bei uns an?
Noch kurz vor 24 Uhr war unklar, ob der Tankrabatt dieses Mal umgesetzt wird. Oder das Geld – wie schon 2022 – doch wieder nur zu großen Teilen in die Taschen der Ölkonzerne fließt. Erste Eindrücke zeigen aber, dass die Preise sinken.
E10 kostet vielerorts weniger als zwei Euro
Der seit Mitternacht geltende Tankrabatt hat bereits in den frühen Morgenstunden an vielen Tankstellen die Spritpreise purzeln lassen. Genauere Zahlen lagen zunächst nicht vor und sind erst am späteren Morgen zu erwarten. Beim Blick in die Tankstellen-App des ADAC zeigten sich aber vielerorts bereits Preise unter zwei Euro – insbesondere beim günstigeren Superbenzin der Sorte E10, teilweise auch bei Diesel.
In München kostete E10 kurz nach 6.00 Uhr bei den meisten angezeigten Tankstellen deutlich unter zwei Euro – teilweise sogar weniger als 1,90 pro Liter. Bei Diesel wurde die 2-Euro-Marke in mehr als der Hälfte der Fälle unterschritten.
Lese-Tipp: Vor dem Tankrabatt! Jetzt explodieren die Spritpreise
Auch in Berlin war E10 bei der klaren Mehrheit der angezeigten Tankstellen am Morgen billiger als zwei Euro. Bei Diesel war dies nur selten der Fall.
In Hamburg war E10 an mehr als der Hälfte der angezeigten Tankstellen billiger als zwei Euro. Auch hier wurde teilweise die Marke von 1,90 unterschritten. Diesel blieb aber in der Regel teurer als zwei Euro.
Video-Tipp: Der große Benzin-Report: Welcher Treibstoff verbraucht am wenigsten?
Rabatt gilt nicht für Benzin in Lagern der Tankstellen
Ob der steuerliche Rabatt in Höhe von 16,7 Cent komplett weitergegeben wird, lässt sich noch nicht beurteilen. Experten erwarteten, dass der Rabatt erst nach und nach an den Zapfsäulen ankommen könnte.
Lese-Tipp: Hunderte Tankstellen pfeifen auf das Gesetz und erhöhen Preise öfter als erlaubt
Der Grund dafür ist schnell erklärt: Der Steuervorteil gilt nur für Kraftstoffe, die nach Mitternacht die Tanklager oder Raffinerien verlassen haben, nicht aber auf die Lagerbestände der Tankstellen. (dpa/ajo)
Verwendete Quellen: dpa

