„Nur hart macht’s Spaß“Sex-Sprüche auf Wassereis! Kinderfest im Wiener Rathaus endet mit Eklat

Dieses Eis sorgt für einen bitteren Nachgeschmack.
Eigentlich sollen Kinder bei „Wienopolis” im Wiener Rathaus spielen, mitbestimmen und Demokratie erleben. Doch ausgerechnet bei der Veranstaltung für Acht- bis 14-Jährige landet Wassereis mit anzüglichen Sprüchen in Kinderhänden. Jetzt entschuldigt sich der Veranstalter und spricht von einem „großen Fehler“.
„Lutsch dein Ding“: Mutter entdeckt anzügliche Sprüche
Von Montag (24. August) bis Freitag (28. August) verwandelt sich das Wiener Rathaus bei „Wienopolis“ in eine Stadt für Kinder. Doch am letzten Veranstaltungstag macht eine Mutter eine Entdeckung, die im Netz für Empörung sorgt. Auf dem verteilten Wassereis stehen Sprüche wie „Lutsch dein Ding“, „Saugen und Lutschen erlaubt“, „Nur hart macht’s Spaß“ oder „Lass die Zunge tanzen!“.
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Die Mutter macht ihrem Ärger anschließend auf Facebook Luft. Sie bezeichnet die Aufdrucke als „richtig ekelhaft“ und fordert, dass „Kinder einfach Kinder bleiben dürfen und man sie vor solchen anzüglichen Botschaften schützt”, schreibt sie auf Facebook. „Gerade bei einem Event, das sich ‚Stadt der Kinder‘ nennt und bei dem das Kindeswohl eine zentrale Rolle spielen sollte, erwarte ich höchste Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein.” Ihr Beitrag verbreitet sich rasant und löst eine Debatte aus.
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Veranstalter: Eis war eigentlich schon aussortiert
Der Veranstalter WienXtra räumt den Vorfall ein und entschuldigt sich öffentlich. Dabei waren die problematischen Wassereis-Sorten nach eigenen Angaben sogar aufgefallen. „Die Eissorten mit den inadäquaten und anzüglichen Sprüchen wurden von den Mitarbeitenden im Laufe der Woche konsequent aussortiert, damit sie nicht in Umlauf kommen und an die Kinder ausgegeben werden“, erklärt WienXtra auf ihren sozialen Plattformen.
„Gegen Ende von Wienopolis ist hier leider ein Fehler passiert und genau diese Produkte wurden versehentlich ausgegeben.“ Hinzu komme, dass die tatsächlich aufgedruckten Sprüche nicht den Angaben entsprochen hätten, die dem Veranstalter im Vorfeld vorlagen. WienXtra spricht von einem „großen Fehler, der nicht passieren darf“.
„Kinderschutz hat für WienXtra und für unsere gesamte Arbeit immer oberste Priorität. Die Botschaften auf diesen Produkten sind mit unseren Werten und unserem Anspruch an Kinder- und Jugendarbeit nicht vereinbar. Wir bedauern sehr, dass es trotz der vorgesehenen Kontrollen dazu gekommen ist, und entschuldigen uns dafür ausdrücklich“, heißt es in der Stellungnahme. Die Abläufe bei Beschaffung und Kontrolle sollen nun angepasst werden.
Politik fordert Konsequenzen
Doch mit der Entschuldigung ist die Debatte nicht beendet. Auch die Wiener Politik schaltet sich ein. FPÖ-Familiensprecherin Ricarda Berger nennt den Vorfall gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur MeinBezirk „schlichtweg ekelhaft und eine psychische Grenzüberschreitung sondergleichen“. Die Wiener ÖVP fordert ebenfalls Aufklärung. Familiensprecherin Sabine Keri kritisiert: „Eine Entschuldigung allein reicht hier nicht.“
Hinter dem umstrittenen Wassereis steckt der Süßwarenhersteller Hitschies. Neu ist die Kritik an den zweideutigen Aufdrucken nicht: Bereits in der Vergangenheit sorgten die Sprüche im Netz für Diskussionen.
Verwendete Quellen: MeinBezirk, Facebook, Instagram



