Zehn ToteBlutbad an Schule in Kanada – ist eine Frau die Täterin?

Schreckliche Tat erschüttert das Land!
Ein Schütze hat in einer Schule im Westen Kanadas mehrere Menschen getötet und mehr als zwei Dutzend weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter sei ebenfalls tot, erklärte die Polizei in der westlichen Provinz British Columbia. An einem zweiten Ort, der wahrscheinlich mit der Tat in Verbindung stehe, seien zwei weitere Tote gefunden worden.

Schüsse in Tumbler Ridge: Auch mutmaßlicher Schütze ist tot

Mass shooting in Canadian province of British Columbia
An dieser Schule kommt es zu den Schüssen.
Trent Ernst via REUTERS, Trent Ernst/Tumbler RidgeLines

Die Polizei wurde nach eigenen Angaben um 13.20 Uhr Ortszeit (21.20 Uhr MEZ) am Dienstag (10. Februar) über Schüsse an einer Schule in der Gemeinde Tumbler Ridge in der Provinz British Columbia informiert. Bei der Ankunft hätten Beamte sechs Tote entdeckt. Zwei Verletzte seien per Hubschrauber mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Eine weitere Person sei auf dem Weg ins Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Etwa 25 weitere Personen werden demnach wegen nicht lebensbedrohlicher Verletzungen behandelt. Der mutmaßliche Schütze sei in der Schule „mit offenbar selbst zugefügten Verletzungen tot aufgefunden” worden.

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An einem zweiten Ort sind zwei weitere Tote gefunden worden

Über den Hintergrund der Tat war zunächst nichts bekannt. Auch ob es sich bei den Toten um Kinder oder Lehrkräfte handelt, wurde nicht mitgeteilt. Die Polizei sprach zunächst von einer „sich rasch entwickelnden und dynamischen Lage”. Die übrigen Schüler und Mitarbeiter seien sicher evakuiert worden.

Zwei weitere Menschen wurden tot in einem Wohngebäude aufgefunden, wie die kanadische Polizei am Dienstag (Ortszeit) mitteilt. Wahrscheinlich hängt diese Tat mit der ersten zusammen.

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Polizei fahndete nach Frau in Kleid

Die Polizei hatte Menschen in der Gegend mehrere Stunden lang dazu aufgerufen, ihre Türen zu verriegeln und ihre Häuser oder Geschäfte bis auf Weiteres nicht zu verlassen. Laut dem kanadischen Sender CBC hat die Polizei die Identität des mutmaßlichen Schützen inzwischen geklärt. Am Nachmittag war dem Sender zufolge nach einer „Frau in einem Kleid” gefahndet worden. Aus Datenschutzgründen und zum Schutz der Ermittlungen würden derzeit aber keine genaueren Details bekanntgegeben, hieß es.

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Kanadischer Premierminister ist erschüttert über die Tat

Der kanadische Premierminister reagierte mit Bestürzung auf den Vorfall. Er sei „zutiefst erschüttert”, schrieb Mark Carney auf der Plattform X. „Meine Gebete und mein tiefstes Beileid gelten den Familien und Freunden, die durch diese schrecklichen Gewalttaten Angehörige verloren haben.”

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Der kanadische Premier sagte zudem seine geplante Reise zu der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) vorerst ab. Angesichts des Vorfalls werde Carney seine Reise „fürs Erste” nicht antreten, erklärte sein Büro.

Tat ereignete sich in 2.700-Einwohner-Gemeinde

Der Ort Tumbler Ridge liegt Luftlinie rund 700 Kilometer nordöstlich von Vancouver. Laut eigenen Angaben zählt die Gemeinde etwa 2.700 Einwohner.
In Kanada kommt es deutlich weniger häufig zu Schusswaffengewalt als im südlichen Nachbarland USA, wo es auch immer mal wieder zu Schüssen an Schulen kommt.

Verwendete Quelle: AFP, dpa eigene RTL-Recherche; Hinweis: Dieser Artikel wurde mehrfach aktualisiert