Ermittlungen in FinnlandSchrecklicher Verdacht! Senior zwanzig Jahre in Keller eingesperrt

Polizeieinsatz in Helsiniki (Symbolfoto)
Polizeieinsatz in Helsiniki (Symbolfoto)
Markku Ulander/Lehtikuva via AP

Wie herzlos können Menschen sein?
Ein etwa 80 Jahre alter Mann hat jahrzehntelang unter unmenschlichen Verhältnissen in einem Keller in der finnischeen Haupstadt gelebt. Das teilte die Polizei mit. Die Beamten fanden den Mann demnach bei der Durchsuchung eines Einfamilienhauses.

Kein Fenster, keine Toilette, keine Waschgelegenheit

Er befand sich nach Polizeiangaben in schlechter körperlicher Verfassung und hatte in dem fensterlosen Raum keinen Zugang zu einer Toilette und weder die Möglichkeit, sich zu waschen, noch Essen zuzubereiten. „Er hat seit mindestens 20 Jahren unter diesen Bedingungen gelebt”, sagte der leitende Ermittler Jari Korkalainen. Im Laufe der Jahre habe sich sein Gesundheitszustand immer weiter verschlechtert. Der Mann befinde sich nun in der Obhut der zuständigen Behörden.

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Wie aus der Mitteilung hervorgeht, hat die Polizei zwei Männer und eine Frau festgenommen, die allesamt etwa 60 Jahre alt sind und in Helsinki leben. Die Tatverdächtigen seien nicht mit dem Opfer verwandt, kannten ihn aber schon lange, sagte Ermittler Korkalainen zum Sender Yle.

Man versuche nun herauszufinden, ob Bewohner des Hauses, in dem der ältere Mann gefunden wurde, Menschenhandel betrieben haben, indem sie die Abhängigkeitssituation des Mannes ausnutzten und ihn entwürdigenden Lebensbedingungen aussetzten, hieß es in der Polizeimitteilung. Das Motiv der Tatverdächtigen könnte demnach finanzielle Bereicherung gewesen sein. (dpa)

Verwendete Quelle: dpa