Freudige SchatzsucheUnbekannte sorgt für Glücksmomente! Osnabrückerin versteckt täglich kleine Geschenke

Anonym mit Herz!
Eine unbekannte „Freudenstreuerin” sorgt in Niedersachsen für tolle Alltagsmomente, denn sie versteckt an unterschiedlichen Orten in Osnabrück kleine Aufmerksamkeiten. Davon macht sie dann ein Video und postet es auf Instagram. Kurze Zeit später beginnt in der Stadt die Schatzsuche!
Erzieherin Kira versteckt seit mehr als einem Jahr kleine Geschenke
Es braucht nicht viel, um anderen Menschen eine Freude zu machen. Zum Beispiel ein kleiner Beutel, mit ein paar Make-up- und Wellness-Utensilien, einem kleinen Schminkspiegel und einem handgeschriebenen Gruß darin: „Denk heute an die wichtigste Person in Deinem Leben: Dich. Lass die Seele baumeln.” Abgelegt auf einem Spielplatz, damit ein völlig unbekannter Mensch das Geschenk entdeckt – und sich freut.
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Seit gut anderthalb Jahren zaubert Erzieherin Kira anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht, indem sie solche kleinen Beutelchen packt und in Osnabrück verteilt: in Parks, auf Spielplätzen, an Spazierwegen. Von jedem Geschenk, das jedes Mal verschieden ist, macht die 33-Jährige ein kurzes Video, das den Ablageort zeigt.
Im Video: Schatzsuche im Antiquitätenhandel
Auf Instagram bekommen Follower Hinweise zur Überraschung
Das Video veröffentlicht sie auf dem Instagramkanal „Freudestreuer”. Darüber bekommen ihre Follower – derzeit mehr als 2.700 – einen Hinweis, wo die kleine Aufmerksamkeit versteckt ist. Die Geschenke sollen ein „Sonnenstrahl im Alltag” sein, sagt sie. Ihre Identität will Kira, die Freudestreuerin, nicht preisgeben. „Ich möchte anonym bleiben”, sagt sie. Sie wolle nicht auf der Straße von Fremden als „Freudestreuerin” erkannt werden, und außerdem gehe es ihr nicht um ihre Person.
Idee entsteht in der Weihnachtszeit

Die Idee sei ihr vor rund zwei Jahren zur Weihnachtszeit gekommen, erzählt die herzliche und lebenslustig wirkende Frau. Sie habe Geschenke machen wollen, aber das nicht nur zu bestimmten Anlässen wie Weihnachten oder Geburtstagen.
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Aber warum will sie Menschen, die ihr vollkommen unbekannt sind, eine Freude machen? Bei dieser Frage wird die fröhliche 33-Jährige ernst. Wenn sie die Nachrichten verfolge und sehe, was auf der Welt an schrecklichen Dingen geschehe, verspüre sie eine Ohnmacht: „Das geht wahrscheinlich vielen so”, sagt sie. Sie habe gegen dieses Gefühl der Ohnmacht etwas unternehmen wollen.
Leute sollen dadurch ein kleines Abenteuer im Alltag haben
Nun schaffen die kleinen Geschenke, die sie in der Stadt verteilt, natürlich keinen Frieden. „Ich kann damit aber dafür sorgen, dass sich mein Umfeld ein bisschen besser fühlt”, sagt sie. Es sei besser, zu handeln, als in der Ohnmacht zu bleiben. „Ich möchte, dass die Leute ein bisschen aus dem Alltag gerissen werden, dass sie ein kleines Abenteuer im Alltag haben und sie daran erinnert werden, dass wir nur dieses eine Leben haben”, sagt sie.
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Eine ihrer Followerinnen ist Fabienne Wagner – auch sie hat bereits ein Geschenk der „Glücksstreuerin” entdeckt. Nach nur wenigen Minuten kommt die 26-Jährige zu dem Spielplatz und läuft zielstrebig zum Geschenk. Sie habe ihr Auto in der Nähe geparkt, sei auf Instagram gegangen und habe das Video gesehen. Am Tag vorher sei sie zu spät gewesen – das Geschenk war schon weg. Jetzt komme das Geschenk nach einem anstrengenden Termin gerade richtig – und die Freude darüber ist groß! (anr)
Verwendete Quelle: dpa

































