Jäger überwältigen SchützenBluttat vor Jagdausflug – Vater und Sohn erschossen

Der Tator, wo Vater und Sohn erschossen worden sind
In Norwegen eröffnete ein Mann das Feuer auf eine Gruppe Jäger
via Reuters
von Philipp Petersdorff

Eine Jagdgesellschaft wartet in Norwegen auf den Aufbruch ins Revier, als plötzlich Schüsse fallen.
Ein Vater und sein Sohn sterben, ein weiterer Mensch wird lebensgefährlich verletzt. Noch am Tatort gelingt es Mitgliedern der Gruppe, den mutmaßlichen Schützen zu überwältigen.

Jäger stoppen den mutmaßlichen Schützen

In einem Waldgebiet nahe der norwegischen Stadt Halden, unweit der Grenze zu Schweden, sind am Sonntagmorgen (4. Oktober) ein Vater und sein Sohn erschossen worden. Die tödlichen Schüsse fielen kurz vor einem gemeinsamen Jagdausflug. Eine weitere Person wurde lebensgefährlich verletzt. Das berichtet die norwegische Nachrichtenagentur NTB unter Berufung auf die Polizei.

Die norwegische Jagdgesellschaft hatte sich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht auf den Weg ins Revier gemacht. Die Teilnehmer „standen auf dem Hof und warteten auf die Zuweisung ihrer Jagdpositionen, als der Täter begann, auf die Gruppe zu schießen“, sagte Polizeistaatsanwalt Anders Svarholt der Nachrichtenagentur NTB. Mitglieder der Jagdgesellschaft schafften es demnach, den mutmaßlichen Täter noch vor Ort zu überwältigen. Polizisten nahmen den Mann anschließend fest.

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Verdächtiger gesteht die Tat

Bei dem Beschuldigten handelt es sich laut Polizei um einen Mann Ende 20. Er räumte die Tat nach seiner Festnahme ein und kam in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen Mordes ermittelt. Als Tatwaffe soll ein Gewehr benutzt worden sein. Wie viele Schüsse der Mann abgegeben hat, war zunächst noch unklar. Dazu gebe es bislang widersprüchliche Angaben, erklärte Svarholt.

Warum der Mann auf die Jagdgesellschaft geschossen haben soll, ist bislang offen. Die Ermittler suchen nun nach dem Motiv und untersuchen die Beziehungen zwischen den Beteiligten. Einen völlig zufälligen Angriff hält die Polizei nach dem bisherigen Stand allerdings für unwahrscheinlich. „Wir gehen nicht davon aus, dass es sich um eine völlig fremde Person handelte, die wahllos auf eine Jagdgesellschaft schoss“, sagte Svarholt.

Verwendete Quelle: dpa