Rätselhafter Tod vor US-KüsteTeenager stirbt nach Inselparty – private Chats seiner Freunde aufgetaucht

Was geschah wirklich auf dieser Insel?
Nach einer großen Party wird Nolan Wells (18) tot vor der US-Küste entdeckt. Seine Familie zweifelt bis heute an den Umständen seines Todes. Jetzt geben private Chatnachrichten seiner Freunde neue Einblicke – und zeigen, wie die Jugendlichen über den rätselhaften Fall und die Polizei sprachen.
Nolan Wells stirbt nach Inselparty – jetzt tauchen private Chats auf
Zwei Tage nach einer großen Party zum US-Unabhängigkeitstag wird Nolan Wells (18) am 6. Juli tot auf Horn Island vor der Küste des US-Bundesstaates Mississippi gefunden. Was in seinen letzten Lebensstunden geschah, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Jetzt könnten private Nachrichten seiner Freunde neue Einblicke liefern.
Wie das US-Magazin People berichtet, hat die Familie des Verstorbenen das Handy des 18-Jährigen von einem unabhängigen Experten untersuchen lassen. Das Ergebnis: ein 292 Seiten langer Bericht mit Nachrichten aus insgesamt 29 Gruppenchats, an denen Nolan beteiligt war. Darunter befinden sich auch Gespräche, die seine Freunde nach seinem Verschwinden führten.
„Da geht definitiv etwas Verdächtiges vor“ – Freunde rätseln über Nolans Verschwinden
Schon am 5. Juli, als Nolan noch vermisst wird, wächst in den Gruppenchats offenbar das Misstrauen. „Da geht definitiv etwas Verdächtiges vor“, schreibt eine Person gegen Mittag. Andere fragen sich, warum niemand weiß, mit wem der Jugendliche zuletzt unterwegs war.
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Besonders eine Frage beschäftigt die Freunde: Warum sollte Nolan freiwillig auf der Insel zurückbleiben, sein Handy aber auf einem Boot liegen lassen? Genau das hatten einige seiner Begleiter zuvor behauptet. In den Chats wird auch darüber diskutiert, wer den 18-Jährigen zuletzt gesehen hat. Eine Person fordert die anderen auf, Fotos und Videos der Party zu überprüfen, um möglicherweise neue Hinweise zu entdecken.
Freunde diskutieren, was sie der Polizei sagen sollen
Während die Suche nach Nolan läuft, sprechen die Jugendlichen auch darüber, wie sie sich gegenüber der Polizei verhalten sollen. „Niemand soll mit irgendjemandem außerhalb unserer Freundesgruppe sprechen“, heißt es in einer Nachricht. Ein anderer rät dazu, bei einer möglichen Befragung einen Anwalt einzuschalten. Am 6. Juli folgt eine weitere Warnung: Man solle keine Vermutungen anstellen und sich ausschließlich an das halten, was man tatsächlich wisse.
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Dann erreicht die Gruppe die Nachricht, dass Nolans Leiche gefunden wurde. „Sie haben ihn gefunden“, schreibt jemand. Die Reaktionen sind voller Fassungslosigkeit und Trauer. Ein Freund erklärt, Nolan hätte gewollt, dass die Gruppe zusammenhalte.
Familie von Nolan Wells fordert weiterhin Antworten
Auch Monate nach dem Tod des 18-Jährigen sind wichtige Fragen offen. Sowohl die staatliche Rechtsmedizin als auch ein von der Familie beauftragter Experte konnten die Todesursache nicht eindeutig bestimmen. Eine Grand Jury kam allerdings zu dem Schluss, dass die Umstände mit einem Ertrinkungstod vereinbar seien. Für strafrechtliche Anklagen sah sie keine ausreichenden Beweise.
Nolans Eltern zweifeln weiterhin an der bisherigen Aufklärung. Besonders Verletzungen an seinem Kopf werfen für sie Fragen auf. Sie fordern zusätzliche unabhängige Ermittlungen. Die nun veröffentlichten Nachrichten zeigen, wie groß die Verunsicherung unter Nolans Freunden war. Einen Beweis für eine Straftat liefern sie jedoch nicht. Die Grand Jury stellte ausdrücklich fest, dass die Freunde zu Unrecht unter Verdacht geraten seien. (anr)
Verwendete Quelle: People.com


