Legte Insassin selber Feuer? Neun Verletzte bei Gefängnisbrand in Bayern

Dichter Rauch, Alarm im Zellentrakt!
In der Justizvollzugsanstalt Rohrbach in Wöllstein (Kreis Alzey-Worms) hat am frühen Montagmorgen eine Zelle gebrannt. Neun Menschen wurden verletzt, eine Insassin musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik für Schwerstbrandverletzte geflogen werden.
Brand in JVA Rohrbach bei Wöllstein: Neun Verletzte nach Matratzen-Feuer – Insassin in Spezialklinik
Gegen 6 Uhr morgens geht bei der Feuerwehr der Alarm ein: In der JVA Rohrbach ist in einer Zelle ein Feuer ausgebrochen, nach ersten Erkenntnissen brennt eine Matratze. Durch das Feuer kommt es zu einer starken Rauchentwicklung in der betroffenen Zelle und des gesamten Geschosses, Rauchschwaden ziehen durch den Knast.
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Als die Einsatzkräfte eintreffen, beginnen sie sofort, die Verletzten zu bergen und das Feuer zu bekämpfen. Sie schalten auch umgehend die Belüftung ein und machen Fenster auf, um den Rauch aus dem Gebäude zu bekommen. Eine Gefahr für die Bevölkerung außerhalb der Anstalt bestand laut Behörden nicht.

Insgesamt werden neun Menschen verletzt – Insassen und Bedienstete. Vier Gefangene kommen in umliegende Kliniken. Besonders dramatisch: Eine Insassin erleidet schwere Verbrennungen und wird mit Rettungshubschrauber in die Unfallklinik Ludwigshafen geflogen, ein Zentrum für Schwerstbrandverletzte. Vier Mitarbeitende lassen sich wegen Rauchgas vorsorglich behandeln, auch ein Feuerwehrmann verletzt sich im Einsatz.
Schnelle Kontrolle dank regelmäßiger Übungen
Rund 45 Feuerwehrleute aus der Verbandsgemeinde Wöllstein sind vor Ort. Sie bringen den Brand schnell unter Kontrolle und verhindern, dass das Feuer auf weitere Bereiche übergreift.
Warum das Feuer in der Zelle ausbrach, ist bislang unklar. Im Raum steht auch, dass die Insassin den Brand selbst gelegt haben könnte – die Behörden prüfen diesen Verdacht. Die Kriminalpolizei ermittelt zur genauen Brandursache.
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Die Folgen reichen am Montag bis zum Landgericht Mainz: Dort beginnen Verhandlungen teilweise später, weil Untersuchungshäftlinge aus Rohrbach wegen des Einsatzes nicht rechtzeitig vorgeführt werden können. Wie hoch der Sachschaden ist und ob Bereiche der JVA länger gesperrt bleiben müssen, steht noch nicht fest. (ros)
Verwendete Quellen: Presseportal, Bild, SWR


