Neue Hintergründe zu FamiliendramaMutter tötet Sohn (9), nachdem sie Partner auf Dating-Plattform erwischte

Der Tod des neunjährigen Hudson Paterson und seiner Mutter Tasmin Paterson bewegt Großbritannien.
Bei einer Anhörung vor dem Coroner’s Court in Cornwall, die am 27. Juli stattfand, wurden nun neue Hintergründe der Tragödie aus dem September 2024 bekannt. Im Mittelpunkt standen die letzten Stunden vor der Tat – und die Frage, wie es zu dem unfassbaren Familiendrama kommen konnte.
Partner fand Mutter und Sohn tot im Schlafzimmer
Wie die BBC und die britische Zeitung The Sun berichten, wurden Tasmin Paterson (†31) und ihr Sohn Hudson am 24. September 2024 in ihrem gemeinsamen Haus in Fletchersbridge in der englischen Grafschaft Cornwall tot aufgefunden. Es war Tasmins Lebensgefährte Marcus Hughes, der die beiden entdeckte.
Vor Gericht schilderte Hughes, dass die Schlafzimmertür verschlossen gewesen sei. Nachdem auf sein Klopfen und Rufen niemand reagiert habe, alarmierte er die Polizei und verschaffte sich schließlich selbst Zutritt. Im Schlafzimmer fand er seine Partnerin und den Jungen leblos vor. Die Ermittler schlossen nach ihren Untersuchungen schnell aus, dass Hughes an den Todesfällen beteiligt war. Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass Hudson erstickt wurde. Anschließend nahm sich seine Mutter das Leben.

Dating-Profil belastete die Beziehung
Während der Anhörung wurde deutlich, wie angespannt die Beziehung des Paares zuletzt gewesen war. Marcus Hughes sagte aus, Tasmin habe entdeckt, dass er auf einer Dating-Plattform aktiv gewesen sei. Die Partnerschaft sei dadurch massiv belastet worden.
Vor Gericht erklärte Hughes, man habe sich zwar nicht offiziell getrennt, die Beziehung habe sich aber ihrem Ende genähert. Hinzu seien weitere Belastungen gekommen. Tasmin litt laut den Aussagen an den Folgen einer früheren Kopfverletzung, kämpfte mit gesundheitlichen Problemen und finanziellen Sorgen.
Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen
Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über eure Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.
Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.
Sohn war für seine Mutter „alles“
Hudsons leiblicher Vater Aaron Paterson erinnerte bei der Anhörung an seinen Sohn und sprach auch über dessen Mutter. Sie habe Hudson über alles geliebt und er sei „ihr Ein und Alles“ gewesen. Gerade deshalb sei das Geschehene für die Familie bis heute kaum zu begreifen. Der Fall hatte bereits 2024 große Bestürzung ausgelöst. Erst jetzt, im Rahmen der Anhörung vor dem Coroner’s Court, wurden die Hintergründe und die tragischen Umstände der Tat öffentlich detailliert aufgearbeitet.


