„Er war der Teufel”Mutter erhängt zweijährigen Sohn im Keller ihres Wohnhauses

Ein Zweijähriger wird leblos im Keller seines Elternhauses entdeckt.
Seine Mutter soll ihn getötet haben. Beim ersten Gerichtstermin in Illinois werden nun weitere schwere Vorwürfe gegen die 40-Jährige bekannt. Ihre Anwälte sagen dagegen, Corie Walsh habe sich in einer Psychose befunden.
Nachbarin versucht noch, Barrett zu retten
Eine Nachbarin findet den kleinen Barrett Walsh im Keller und versucht noch, ihn wiederzubeleben. Doch für den Zweijährigen kommt jede Hilfe zu spät. Das Drama ereignet sich am 1. September in Frankfort im US-Bundesstaat Illinois, südwestlich von Chicago. Genau eine Woche später, am 8. September, erscheint seine Mutter Corie Walsh erstmals vor Gericht. Die 40-Jährige ist wegen dreifachen Mordes angeklagt.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft entdeckt eine 17-jährige Nachbarin den Zweijährigen an einer Vorrichtung an einem Balken im Keller des Familienhauses. Sie befreit das Kind und beginnt mit Wiederbelebungsversuchen. Rettungskräfte bringen Barrett anschließend ins Krankenhaus, wo Ärzte nur noch seinen Tod feststellen können. Nach vorläufigen Ergebnissen der Obduktion starb der Junge durch Ersticken infolge einer Strangulation.
Corie Walsh finden die Helfer währenddessen verletzt in einer Badewanne im Obergeschoss. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll sie sich selbst Schnittverletzungen zugefügt haben. AP berichtet unter Berufung auf die Ermittler, dass Walsh später die Tötung ihres Sohnes eingeräumt haben soll.
Mutter soll Sohn für den „Teufel“ gehalten haben
Besonders erschütternd ist, was Walsh laut Gerichtsunterlagen gegenüber den Polizisten gesagt haben soll. Demnach habe sie ihren Sohn getötet, weil er der „Teufel“ und der „Anti-Christ“ gewesen sei. Das berichten sowohl AP als auch CBS News unter Berufung auf die Ermittlungen.
Drei weitere Kinder der Familie bleiben körperlich unverletzt. Ein Baby befindet sich während des Geschehens im Haus. Zwei ältere Kinder kommen ungefähr zu der Zeit aus der Schule zurück, als Polizei und Rettungskräfte eintreffen. Der Vater der Kinder hält sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Bundesstaates auf.
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Richter lässt Corie Walsh in Haft
Beim ersten Gerichtstermin am 8. September geht es vor allem um die Frage, ob Walsh bis zum Prozess in Haft bleiben muss. Ihre Anwälte wollen erreichen, dass sie stattdessen psychiatrisch behandelt wird. Der Richter folgt jedoch der Staatsanwaltschaft und ordnet an, dass die 40-Jährige in Gewahrsam bleibt. Sie soll dort psychiatrische Behandlung erhalten.
Die Staatsanwaltschaft erhebt während der Anhörung weitere schwere Vorwürfe. Walsh soll auch davon gesprochen haben, ihren Ehemann nach dessen Rückkehr von einer Reise mit einem vergifteten Getränk zu töten. Laut ABC7 fanden Ermittler im Haus ein Getränk sowie geöffnete Flaschen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten.
Verteidiger sprechen von einer Psychose
Walshs Verteidigung zeichnet ein völlig anderes Bild. Ihre Anwälte argumentieren vor Gericht, dass die Mutter zum Zeitpunkt des Todes ihres Sohnes eine psychotische Episode durchlebt habe und schwer psychisch krank gewesen sei. Verteidiger Robert Kerr stellt deshalb auch die Mordanklage infrage. Der nächste Gerichtstermin ist für den 24. September angesetzt.
Verwendete Quellen: ABC7 Chicago, CBS News, AP News



