Nach Informationen von RTL und ntvMerz hat mit Trump telefoniert – darum ging es konkret

Nach wochenlangen Kämpfen gibt es eine Atempause im Iran-Krieg. Friedrich Merz telefoniert kurz nach Ausrufen der Waffenruhe mit US-Präsident Donald Trump und wirbt für diplomatische Schritte. Verteidigungsminister Pistorius stellt gar Hilfe in Aussicht.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, wie RTL/ntv aus Regierungskreisen erfuhr. Merz warb im Telefonat demnach für weitere diplomatische Schritte.
Um eine mögliche Beteiligung Deutschlands an der Sicherung der Straße von Hormus ging es laut Medienberichten offenbar nicht. Die USA und Iran hatten am Dienstagabend nach mehr als fünf Wochen Krieg eine von Pakistan vermittelte zweiwöchige Waffenruhe verkündet. Merz hatte dies begrüßt und Verhandlungen für ein „dauerhaftes Ende des Krieges“ gefordert - auch um eine „schwere weltweite Energiekrise abzuwenden“.
Der Kanzler kündigte dabei auch an, Deutschland werde „in geeigneter Weise dazu beitragen, die freie Schifffahrt in der Hormus-Straße zu gewährleisten“. Inwieweit sich dabei die Bundeswehr beteiligen könnte, blieb aber offen.
Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte zuvor einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im Iran-Krieg in Aussicht gestellt - ohne konkret zu werden. „Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt“, warnte der SPD-Politiker bereits Ende März. „Und deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern“, so Pistorius.
Durch die Straße von Hormus verläuft rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte. Der Iran-Krieg hatte zu einer Sperrung der Meerenge geführt, was zu massiven Preissteigerungen an den Rohstoffmärkten geführt hat.
Verwendete Quellen: bho/AFP


