Wegen Iran-KriegLufthansa streicht Nahost-Flüge bis Herbst

Ein Bauarbeiten steht auf der Start- und Landebahn während eine Lufthansa Maschine im Hintergrund fährt. Am Frankfurter Flughafen wird die am stärksten belastete Start- und Landebahn saniert. Noch bis in die Nacht zum 24. März (Dienstag) dauern die Arbeiten an dem vier Kilometer langen Asphaltband «Center» unmittelbar vor den Passagier-Terminals.
Sicherheitsrisiken und betriebliche Gründe führt die Lufthansa für die eigene Entscheidung an.
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Der Krieg im Nahen Osten schränkt den Luftverkehr in der gesamten Golfregion massiv ein. Während einzelne Flüge wieder stattfinden, legt sich die Lufthansa langfristig fest: Bis Ende Oktober sollen viele Ziele in der Gegend nicht angesteuert werden.

Die Airlines des Lufthansa-Konzerns meiden wegen des Iran-Kriegs viele Ziele in Nahost noch für längere Zeit. Einzelne Flughäfen wie Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran sollen bis zum 24. Oktober nicht mehr angeflogen werden, wie das Unternehmen mitteilte.

Es führt dafür Sicherheitsrisiken und betriebliche Gründe an. Eine kürzere Frist wählt in dieser Flughafen-Gruppe nur die Direktflugtochter Eurowings, die Beirut und Erbil zunächst nur bis zum 30. April ausgesetzt hat.

Die genannten Fristen gelten für die Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss und Lufthansa Cargo. Die Flughäfen in Dubai und Tel Aviv sollen sie bis zum 31. Mai nicht anfliegen. Frachtflüge der Lufthansa Cargo und Eurowings-Passagierflüge in Israels Metropole pausieren zunächst bis zum 30. April.

Seit dem Beginn des Kriegs von Israel und den USA ist der Luftverkehr im Nahen Osten massiv eingeschränkt. Wichtige Drehkreuze für Flugreisende, wie Dubai, Abu Dhabi oder Katar sind nur erschwert erreichbar. Unter anderem in Dubai dürfen derzeit keine ausländischen Airlines operieren.

Der Luftraum Katars ist bis auf einen kleinen Streifen geschlossen. Seit dem 18. März werden jedoch wieder vereinzelte Flüge durchgeführt, wie der Hamad International Airport mitteilte. Die großen Flughäfen in der Golfregion wurden wiederholt zum Ziel iranischer Drohnen- und Raketenangriffe.

Auch der Flugverkehr nach Israel bleibt weiter stark eingeschränkt. Der größte Flughafen des Landes, Ben Gurion, nahe Tel Aviv war erst in der vergangenen Woche nach Angaben der Armee von „Trümmerteilen“ einer iranischen Rakete getroffen worden.

Verwendete Quellen: lme/dpa