Vor 50 Jahren verschwundenMit 14 verschwand Suzanne spurlos – jetzt sucht die Polizei drei Jungen von damals

Seit fast einem halben Jahrhundert lebt eine Familie mit quälender Ungewissheit.
Die damals 14-jährige Suzanne Lawrence verschwand im Sommer 1979 spurlos. Jetzt startet die Londoner Polizei einen neuen Aufruf – und setzt ihre Hoffnung auf drei Jungen, die Suzanne kurz vor ihrem Verschwinden getroffen haben soll.
Fünf Tage später kehrte nur ihre Schwester zurück
Suzanne verließ im Sommer 1979 gemeinsam mit ihrer 13-jährigen Schwester Michelle das Elternhaus im Londoner Stadtteil Harold Hill. Ihrer Mutter erzählten die beiden, sie würden bei Freunden in Dagenham übernachten. Stattdessen trafen die Schwestern auf einem Jahrmarkt in Highbury Fields im Norden Londons drei Jungen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren.
Gemeinsam gingen sie in ein besetztes Haus, wo sie laut Polizei zwei Nächte verbrachten. Nach einem Streit kehrte Michelle nach Hause zurück. Sie war überzeugt, dass Suzanne am nächsten Tag folgen würde. Doch dazu kam es nie. Seitdem fehlt von der damals 14-Jährigen jede Spur.
Polizei hofft auf Erinnerungen nach fast 50 Jahren
Die Ermittler gehen davon aus, dass die drei Jungen heute wichtige Zeugen sein könnten. Detective Chief Inspector Kam Sodhi appelliert deshalb eindringlich an sie, sich zu melden. „Ich glaube, dass diese Personen wichtige Informationen über Suzannes Bewegungen haben könnten, und ich bitte sie, sich bei uns zu melden“, erklärt der Ermittler. Außerdem richtet er einen ungewöhnlichen Appell direkt an die Vermisste selbst: „Sollte Suzanne diese Zeilen lesen, bitten wir sie ebenfalls, Kontakt mit uns aufzunehmen.“
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Die Polizei veröffentlichte außerdem neue computergenerierte Bilder, die zeigen sollen, wie Suzanne heute mit 61 Jahren aussehen könnte.

Die Schwester gibt die Hoffnung nicht auf
Für Michelle Hooper ist das Verschwinden ihrer Schwester bis heute eine offene Wunde. Sie war der letzte Angehörige, der Suzanne lebend gesehen hat. „Viele Jahre sind vergangen, aber kein Tag vergeht, an dem ich mich nicht frage, was mit ihr passiert ist“, sagt sie. Besonders schwer sei die Situation für ihre inzwischen hochbetagte Mutter, die seit Jahrzehnten ohne Gewissheit leben müsse. Und falls Suzanne noch leben sollte, hat Michelle nur eine Botschaft: „Ich möchte, dass sie weiß, dass sie niemals vergessen wurde.“
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Bis heute ranken sich zahlreiche Theorien
Im Laufe der Jahrzehnte beschäftigten die Ermittler verschiedene Möglichkeiten. Zeitweise vermuteten sie, Suzanne könne sich einem reisenden Jahrmarkt angeschlossen haben. Gleichzeitig schließen die Beamten bis heute nicht aus, dass sie einem Verbrechen zum Opfer fiel.



