Alle Infos in unserem Hitze-TickerBadeunfall im Nichtschwimmerbecken! Junge (8) stirbt nach Freibadbesuch

Im Kölner Stadionbad genießen Badegäste bei sommerlichen Temperaturen die Freibad-Saison. Das Rheinland ächzt unter einer Trockenheit: Seit Tagen hat es kaum geregnet. Das Stadionbad in Müngersdorf feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Köln, 21.06.2023
Der Junge (8) starb nach einem Badeunfall im Freibad (Symbolbild).
picture alliance / Panama Pictures / Christoph Hardt

Der nächste traurige Todesfall!
In diesem Jahr sind schon mehrere Menschen in Deutschland bei Badeunfällen gestorben. Nun der nächste Fall: Ein Junge (8) stirbt drei Tage nach dem Unglück in einem Freibad in Naila im Landkreis Hof (Bayern) im Krankenhaus. Alles, was ihr rund um die Hitze und die Folgen wissen müsst, lest ihr in unserem Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Jan Luhrenberg

Badeunfall im Nichtschwimmerbecken! Junge (8) stirbt nach Freibadbesuch

Drei Tage nach einem Badeunfall in einem Freibad in Bayern ist ein achtjähriger Junge gestorben. Das Kind starb am Montagabend in einem Klinikum, wie das Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth am Dienstag mitteilte.

Der Achtjährige war am Freitag mit Freunden in einem Freibad in Naila im Landkreis Hof. Später entdeckten Badegäste den Jungen leblos im Nichtschwimmerbecken und begannen umgehend mit Wiederbelebungsversuchen. Anschließend wurde er in eine Klinik gebracht, wo er trotz intensivmedizinischer Behandlung nun starb. Die Kriminalpolizei leitete Ermittlungen zum Unfallhergang ein. 
Jan Luhrenberg

15.000 Menschen kehren nach Waldbränden bei Bordeaux zurück

Während ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften weiter die großen Waldbrände bei Bordeaux bekämpft, haben rund 15.000 evakuierte Menschen in ihre Häuser zurückkehren können. Es handelt sich um Bewohner von Orten eines Gebiets bei Biscarrosse, in dem die Feuerwehr den Brand am Montag unter Kontrolle bekommen hatte, wie die Präfektur des Departements Landes mitteilte. Im flächenmäßig größeren Brandgebiet des Departements Gironde dehnte sich das Feuer in der Nacht nicht weiter aus. Die Situation dort ist somit seit rund zwei Tagen stabil.

Angesichts einer nach wie vor sehr unvorhersehbaren Lage bleibe die Einsatzbereitschaft aber uneingeschränkt erhalten, teilte die Präfektur in Bordeaux mit. Mit Beginn einer neuen Hitzewelle werde mit einem deutlichen Temperaturanstieg und einem Rückgang der Luftfeuchtigkeit gerechnet. Sport- und Kulturveranstaltungen wurden im gesamten Departement vorläufig untersagt. 

Seit Mittwoch wurden mehr als 220.000 Menschen in der auch bei Deutschen beliebten Urlaubsregion an der Atlantikküste in Sicherheit gebracht, darunter viele Touristen. Das Feuer hatte sich auf bis zu 15 Kilometern der Großstadt Bordeaux genähert und rund 42.000 Hektar Wald und Buschland zerstört. Das sind 420 Quadratkilometer, eine Fläche größer als die Stadt Köln.
Jan Luhrenberg

Warum die Brände in Frankreich und Spanien Rekorde brechen

In Spanien wütet der größte Waldbrand in der jüngeren Geschichte des Landes. In Frankreich erreichen die Feuer mit etwa 100.000 Hektar verbrannter Fläche seit Jahresbeginn einen historischen Rekordwert. Dabei ist die Waldbrand-Saison noch lange nicht vorbei – im Gegenteil, eigentlich geht sie im August erst so richtig los. Warum sind die Waldbrände in Frankreich und Spanien so gewaltig?

Ein wichtiger Faktor waren die starken Niederschläge im Januar und Februar. Damals brach ein Wintersturm nach dem nächsten über die beiden Länder herein: Felder wurden überschwemmt, Autos in braunen Fluten davongerissen, unzählige Strommasten gekippt.

„Nach feuchten Wintern gibt es in Südwesteuropa beste Wachstumsbedingungen für die Pflanzen“, sagt die Klimawissenschaftlerin Julia Miller vom Schweizerischen WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF. Gräser, Sträucher und Unterholz schossen in die Höhe. „Durch die dann folgenden zwei Hitzewellen ist die Vegetation ausgetrocknet, weshalb sich Brände schnell und stark ausbreiten können, sobald eine Zündquelle auftritt.“

Was steht Südwesteuropa noch bevor? „Jede weitere Hitzewelle macht die Situation nicht besser“, sagt Miller, die gerade eine Studie zu sich gegenseitig verstärkenden Waldbrandrisiken veröffentlicht hat. Sie habe eine Skizze gemalt, welche die Lage illustriert: „Eine Sonne mit einem Strohhalm, mit dem sie die Feuchtigkeit aus Boden und Pflanzen zieht.“ Je wärmer es sei, desto mehr Feuchtigkeit könne die Atmosphäre aufnehmen, und desto schneller ziehe sie die Feuchtigkeit aus Seen, Flüssen, Pflanzen und Boden.

Nach Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) ist in Spanien schon jetzt mehr als doppelt so viel Fläche abgebrannt wie sonst im Durchschnitt in einem ganzen Jahr, in Frankreich sogar mehr als die fünffache Fläche. 

Miller geht davon aus, dass in den kommenden Wochen noch weitere schlimme Waldbrände folgen. „Wir bräuchten Feuchtigkeit in der Vegetation und im Boden, damit Waldbrände sich weniger schnell ausbreiten können.“ Aber unter den derzeitigen Bedingungen wachse nichts nach. Selbst wenn es jetzt mal kurz regne, würden Boden und Pflanzen nur oberflächlich angefeuchtet. „Wenn es weiter so heiß und trocken bleibt, kann man da vorerst nicht mit Entspannung rechnen.“
Jan Luhrenberg

Hitzewelle treibt Eis- und Wasserverkauf in Deutschland an

Während der Hitzewelle Ende Juni haben die Menschen in Deutschland deutlich mehr Wasser und Speiseeis gekauft. Laut der Scannerdaten großer Supermarktketten wurde in der Woche vom 22. bis zum 28. Juni 90 Prozent mehr Eis abgesetzt als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der Jahre 2023 bis 2025. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Zudem seien 77 Prozent mehr stilles Wasser und 63 Prozent mehr Sprudelwasser verkauft worden. 

„Alle drei Warengruppen verzeichneten in dieser Woche mit Extremtemperaturen um die 40 Grad Celsius jeweils die höchsten Absatzmengen, die seit Beginn des Betrachtungszeitraums ab Anfang 2023 gemessen wurden“, erklärten die Statistiker. 

Und auch bei anderen Getränken seien stärkere Verkaufszahlen verzeichnet worden als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der drei Vorjahre. Laut der Daten war der Absatz von Biermischgetränken 63 Prozent, der von alkoholfreiem Bier 38 Prozent und der von Limonade 34 Prozent höher. Auch bei Cola (plus 32 Prozent) seien deutlich höhere Verkaufszahlen verzeichnet worden, „der Absatz erreichte jedoch keinen Höchststand“, hieß es.

Und wie genau wurden die Daten erhoben? Laut dem Bundesamt wurden sogenannte Scannerdaten ausgewertet, die beim Bezahlen der Waren im Lebensmitteleinzelhandel entstehen. Die zugrunde liegenden Daten basieren demnach auf einer Vielzahl an Filialen von verschiedenen Lebensmitteleinzelhändlern aus ganz Deutschland.

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