Silvester-Drama in der Schweiz im TickerHier starben 41 Menschen! Neue Fotos aus der Todes-Bar von Crans-Montana

Es gibt noch so viele offene Fragen!
Bei dem Brand in der Silvesternacht war durch funkensprühende Partyfontänen Schaumstoff an der Decke der Bar in Brand geraten. Er hatte sich innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet – mit verheerenden Folgen! Neben den mindestens 41 Todesopfern wurden 80 Menschen größtenteils schwer verletzt.

Feuer-Tragödie in Crans-Montana: Alle neuen Entwicklungen im Ticker

Jan Luhrenberg

Neue Fotos aus der Todes-Bar von Crans-Montana 

Es sind Bilder, die die ganze Zerstörungswut des Feuers zeigen! Nach der tragischen Silvesternacht in der Bar „Le Constellation" im Schweizer Skiort Crans-Montana mit 41 Toten sind neue Fotos aufgetaucht. Von wann genau diese sind, ist unklar. Aber sie zeigen deutlich, was der verheerende Brand angerichtet hat.

Unter anderem ist auch die enge Treppe zu sehen, wegen der es viele Partygäste nicht rechtzeitig aus der Kellerbar und den Flammen schafften: Einige Stellen sind pechschwarz, zum Beispiel am Geländer oder an der Wand neben den Stufen. Auch viele andere Orte im Inneren der Lokalität sind von den Flammen schwer gezeichnet – vor allem die Decke und der Boden. 

Durch funkensprühende Partyfontänen war Schaumstoff an der Decke in Brand geraten. Rund 80 Besucherinnen und Besucher wurden teils schwer verletzt, viele von ihnen waren unter 18 Jahren. Einige dürften Monate im Krankenhaus bleiben. Gegen das Betreiberpaar Jessica und Jacques Moretti wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Sie sind gegen Kaution auf freiem Fuß. 
Die Treppe der Bar „Le Constellation"
Die Treppe der Bar „Le Constellation". Privat
Das Feuer hat im kompletten Lokal gewütet.
Das Feuer hat im kompletten Lokal gewütet. Privat
Decken und Böden sind schwarz.
Decken und Böden sind schwarz. Privat
Hier feierten viele Besucher, als das Feuer ausbrach.
Hier feierten viele Besucher, als das Feuer ausbrach. Privat
Lea Haberbosch

Feuer an Gedenkstätte für Crans-Montana-Opfer

An einer Gedenkstätte für die Opfer des Silvesternachtbrandes im Schweizer Skiort Crans-Montana ist am Sonntag ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr löschte die Flammen nach Angaben der Polizei schnell. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Brand auf einem Tisch ausbrach, auf dem zahlreiche Kerzen stehen. Sie geht nicht von Brandstiftung aus. „Eine Dritteinwirkung kann zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen werden„, teilte sie mit.
Die Flammen brannten ein großes Loch in das Dach des Zeltes, das hunderte Kerzen, Blumen, Briefe und Teddybären vor dem Wetter schützt. In dem Zelt an der Rue Central gedenken Besucherinnen und Besucher der 41 Todesopfer, die am 1. Januar bei dem Brand in der Bar Le Constellation ums Leben gekommen waren. Rund 80 überwiegend junge Menschen wurden teils schwer verletzt. Viele sind mehr als fünf Wochen nach dem Drama mit schweren Verbrennungen und Rauchvergiftungen immer noch auf Intensivstationen.
Bei dem Brand an der Gedenkstätte wurde in den frühen Morgenstunden nach Angaben der Polizei niemand verletzt. Zwar seien mehrere Gedenkobjekte beschädigt worden, aber „das Kondolenzbuch konnte erhalten werden", teilte sie mit. Der Wiederaufbau der Gedenkstätte sei im Gange. 
Der Bereich um die Gedenkstätte für die Opfer des tödlichen Brandes in der Bar «Le Constellation» ist nach einem Brand mit Polizeiband abgesperrt.
Der Bereich um die Gedenkstätte für die Opfer des tödlichen Brandes in der Bar «Le Constellation» ist nach einem Brand mit Polizeiband abgesperrt. Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa
Lea Haberbosch

„Der Weg hat gerade erst begonnen" – Brandopfer Coline erwacht aus dem Koma

Mit berührenden Worten hat sich Coline, eines der Opfer der Silvestertragödie von Crans Montana, am Dienstag (3. Februar) bei Tiktok gemeldet, um sich bei Helfern, Familie und Freunden für die Unterstützung zu bedanken. Mehrere Wochen lag die Freundin von Fußballer Tahirys Dos Santos im Koma. „Ich kann das Ausmass des Geschehenen kaum begreifen, aber meine Verletzungen machen es mir jede Sekunde bewusst", schrieb sie. Laut 20min.ch verdanke sie ihr Leben ihrem Partner, der in die Flammen zurückkehrte, um sie zu retten. Der Weg habe gerade erst begonnen, beendet sie ihren Post. Sie teilte außerdem ein Foto, dass die junge Frau vor einem Bergmassiv zeigt. 
Ihr Freund Thahirys Dos Santos hat im Interview mit Paris Match ebenfalls über die Katastrophe gesprochen. „Ich konzentriere mich nicht zu sehr auf den Fußball. Das Wichtigste ist, dass ich mich gut erhole", sagte der Spieler des französischen Fußball-Erstligisten FC Metz. „Ich konzentriere mich zunächst darauf, meine Hände wieder richtig einsetzen zu können, wieder richtig laufen zu können, und dann werden wir sehen, wie es weitergeht." Der 19-Jährige zunächst in eine Spezialklinik nach Stuttgart gebracht und später in seine ostfranzösische Heimat verlegt worden. Vom Krankenbett aus schilderte er Paris Match die dramatischen Minuten, als der Brand in der Bar ausbrach. 
Seine Freundin und er seien in dem Moment gerade auf der Toilette gewesen. „Ich bin vorher hinausgegangen, wollte in den ersten Stock gehen, und da habe ich das Feuer gesehen. Es ging alles sehr schnell, ich habe nicht wirklich nachgedacht. Ich bin sofort zu Coline gegangen, habe sie gerufen, sie war auf der Toilette, und wir sind die Treppe hinaufgerannt." Es habe ein Riesengedränge und viele Schreie gegeben, später habe er mit schweren Brandverletzungen starr vor Schock vor der Bar auf dem Boden gesessen.
Ein Wiedersehen mit seiner Freundin, die zeitweise im Koma lag, gab es für Tahirys Dos Santos erst Ende Januar. In die Arme nehmen konnten die beiden sich da noch nicht, die vielen Brandwunden müssten erst noch verheilen, berichtete Paris Match. 
Brandopfer Coline beschreibt in diesem Post ihren schweren Weg nach dem Flammeninferno zurück ins Leben
Brandopfer Coline beschreibt in diesem Post ihren schweren Weg nach dem Flammeninferno zurück ins Leben. TikTok / coliine__
tma

„Wir sind durch dasselbe Schicksal verbunden!” Morettis schreiben Brief an ihre Mitarbeiter 


Die Besitzer der Inferno-Bar in Crans-Montana haben sich in einem persönlichen Brief an ihre Angestellten gewandt. „Wir werden euch nicht im Stich lassen”, schreiben Jacques und Jessica Moretti. „Wir sind durch dasselbe Schicksal verbunden und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um euch zu helfen.” Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

In der Bar Le Constellation in dem schweizerischen Skiort war bei einer Silvesterparty Feuer ausgebrochen. 41 Menschen sind gestorben, rund 80 teils schwer verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Morettis wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung. Sie sind gegen Kaution auf freiem Fuß.

Die Bar-Besitzer schreiben, wegen der laufenden Ermittlungen hätten sie Worte ihres tiefen Mitgefühls unmittelbar nach der Tragödie zurückhalten müssen. „Dieses Schweigen war unendlich schwer und schmerzhaft. Für Sie. Und für uns. Wir bedauern dies zutiefst.” Keiner der Angestellten habe es verdient, so etwas erleben zu müssen, so die Morettis. „Wir tragen diese Verantwortung, ohne in irgendeiner Weise zu versuchen, sie auf euch abzuwälzen”, heißt es weiter. 
Linda Görgen

Er kämpfte einen Monat um sein Leben! 18-Jähriger stirbt in Schweizer Krankenhaus

Einen Monat nach der Brand-Katastrophe von Crans-Montana ist ein 18-jähriger Schweizer in einem Krankenhaus in Zürich gestorben. Das berichtet die Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft im Wallis. Damit steigt die Zahl der Brandopfer auf 41. 
Sebastian

Schon 2024 soll es in der Bar durch Wunderkerzen gebrannt haben

Neue Enthüllungen belasten das Besitzerpaar der Bar "Le Constellation" laut Focus schwer. Hintergrund ist eine umfangreiche Akte, die Opferanwalt Sébastian Fanti einem Bericht der La Repubblica zufolge den Ermittlern vorgelegt haben soll. Die Akte soll den Beweis enthalten, dass es im Jahr 2024 schon einmal in der Bar gebrannt hat. Brisant: Die Ursache soll die gleiche gewesen sein wie bei der Feuerkatastrophe in der Silvesternacht. Wunderkerzen seien auch damals zu nah an die Decke gehalten worden, die darüber hinaus nicht feuerfest war, heißt es in der Akte.
Die Barbetreiber Jacques und Jessica Moretti behaupteten in einer Vernehmung, die Risiken eines Feuers nicht gekannt zu haben – ein Widerspruch zur Akte des Opferanwalts. Sofern sich die Vorwürfe bestätigen, droht dem Betreiberpaar eine deutlich längere Haftstrafe.

Johanna Werning

Crans Montana: Wollten die Morettis mit Privatjet fliehen? 

Wie die Bild berichtet, könnte das Bar-Ehepaar nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana versucht haben, mit einem gecharterten Privatjet aus der Schweiz zu fliehen. Das gehe aus einem Schreiben von der Nebenklage-Anwältin an die Staatsanwaltschaft hervor. 

Demnach solle einer der Eheleute Moretti möglicherweise ein privates Luftfahrtunternehmen kontaktiert haben, um eine Flucht vorzubereiten, wird aus dem Schreiben zitiert, welches der Zeitung vorliegen soll. Die genauen Hintergründe sollen durch die weiteren Ermittlungen geklärt werden, heißt es weiter. Offiziell bestätigt ist der Vorwurf jedoch nicht. 

Aktuell befindet sich Jacques Moretti (49) weiterhin in U-Haft. Seine Frau Jessica (40) ist auf freiem Fuß, muss jedoch eine Fußfessel tragen und sich täglich auf dem Polizeirevier melden. 
Lea Haberbosch

Barbesitzer von Crans-Montana in Untersuchungshaft

Knapp zwei Wochen nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana muss der Besitzer der betroffenen Bar, Jacques Moretti, in Untersuchungshaft. Das zuständige Zwangsmaßnahmengericht in Sitten (Sion) im Schweizer Kanton Wallis hat dem Antrag der Staatsanwaltschaft stattgegeben.
Die leitende Staatsanwältin hatte dies mit Fluchtgefahr begründet. Moretti ist Franzose. Seine Frau Jessica, mit der er die Bar zusammen betrieb, bleibt auf freiem Fuß. Die Anwälte des Ehepaars betonten, dass die beiden keine Absicht hätten, sich den Ermittlungen zu entziehen.
Die Untersuchungshaft ist zunächst auf drei Monate befristet. Moretti könne wieder auf freien Fuß kommen, wenn bestimmte Sicherheiten hinterlegt werden, teilte das Gericht mit. „Es geht also nicht darum, den Angeklagten bereits zu bestrafen, da dieser bis zum Inkrafttreten eines möglichen Urteils als unschuldig gilt", heißt es weiter. 
Jacques und Jessica Moretti betreiben die Bar, die am Silvesterabend in Flammen aufging
Jacques und Jessica Moretti betreiben die Bar, die am Silvesterabend in Flammen aufging. REUTERS
Anke Jonschker

Vom Corona-Credit gab's einen Maserati – gegen die Morettis wurde schon ermittelt

Jacques und Jessica Moretti, die Betreiber von Le Constellation, sollen nur allzu gerne mit ihren Besitztümern geprahlt haben. Das berichtet der Schweizer Tagesanzeiger. So sei neben einem Maserati auch ein Mercedes-AMG, ein Bentley sowie später auch ein Porsche Cayenne in ihrem Besitz gewesen.

Pikant: Im März 2020 sollen sie eine Corona-Überbrückungshilfe in der Höhe von umgerechnet rund 81.000 Euro erhalten haben. Nur wenige Tage später sei für etwa 35.000 Euro der Maserati angeschafft worden. Da dieser in der Buchhaltung der Bar aufgeführt sei, mussten die Ermittlungen gegen das Ehepaar aber eingestellt werden. Die Tatbestandsmerkmale einer Straftat seien nicht erfüllt gewesen. 
Sebastian Fuhrmann

Chef der Todesbar räumt offenbar schwere Mängel ein

Der Chef der Schweizer Todesbar soll einem Bericht zufolge schwere Sicherheitsmängel gestanden haben. Wie der Schweizer Sender RTS berichtet, soll Jacques Moretti zugegeben haben, dass eine Servicetür der Bar "Le Constellation" zum Zeitpunkt des Unglücks verschlossen war. Ebenso soll er ausgesagt haben, die Deckenverkleidung in der Bar eigenhändig ersetzt zu haben. Die Decke war zuerst in Flammen aufgegangen. 
Fabian Klein

Die Trauerfeier nach dem Inferno in der Todes-Bar von Crans-Montana

40 Menschen verlieren bei dem Inferno in der Bar „Le Constellation“ das Leben, weitere 116 verletzen sich teilweise schwer. Nun sind rund 1.000 Trauernde zusammengekommen, um den Toten in einer gemeinsamen Andacht zu gedenken. Blumen, Tränen und bewegende Bilder – wir zeigen euch die Momente der Trauerfeier.
Fabian Klein

Mélanies Tochter (2) wünscht sich schwer verletzte Mama zurück

Über eine Woche ist seit der schweren Brandkatastrophe am Silvesterabend in Crans-Montana vergangen. Konnte man zunächst nicht genau sagen, wer zu den Opfern gehört, werden mittlerweile immer mehr Namen von Brandopfern bekannt. Auch Mélanie aus Angers in Frankreich ist eines von ihnen. Ihre Liebsten sammeln nun Spenden.
Fabian Klein

Ehefrau Jessica Moretti bricht in Tränen aus

Nach ihrer Anhörung durch die Staatsanwaltschaft in Sion wendet sich die Mitinhaberin der Todesbar an die Presse, bricht in Tränen aus. „Meine Gedanken sind ständig bei den Opfern und den Menschen, die heute kämpfen. Es ist eine unvorstellbare Tragödie", erzählt Jessica Moretti schluchzend dem französischen Sender BFMTV.

„Niemals hätten wir uns so etwas vorstellen können. Es ist in unserem Lokal passiert, und ich möchte mich dafür entschuldigen!“ Während sie das Gebäude auf freiem Fuß verlässt, sitzt ihr Ehemann bereits in U-Haft.
Fabian Klein

Fluchtgefahr! Barbesitzer sitzt in U-Haft

Der Barbetreiber Jacques Moretti von Le Constellation sitzt wegen möglicher Fluchtgefahr in U-Haft, heißt es aus Ermittlerkreisen. Laut mehreren zuverlässigen Quellen, auf die sich auch das Schweizer Portal 24 heures bezieht, sei er am Freitag in Sitten nach einer längeren Anhörung durch die Walliser Staatsanwaltschaft in Gewahrsam genommen worden. Das Zwangsmaßnahmengericht muss die U-Haft innerhalb der nächsten 48 Stunden bestätigen.
Der Barbetreiber bleibt wohl wegen Fluchtgefahr hinter Gittern.
Der Barbetreiber bleibt wohl wegen Fluchtgefahr hinter Gittern. Alessandro Della Valle/KEYSTONE/

Katastrophe in der Schweiz durch Partyfontäne ausgelöst

Das Inferno in der Bar Le Constellation in dem Schweizer Skiort wurde nach bisherigen Ermittlungen durch eine funkensprühende Partyfontäne ausgelöst. Sie setzte den Erkenntnissen zufolge Schaumstoff an der Decke in Brand. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus.

Bei den Ermittlungen zum verheerenden Brand in Crans-Montana in der Silvesternacht geht es unter anderem um die Fluchtrouten. Nach einem Medienbericht hätte eine Tür im Erdgeschoss entgegen den Aussagen des Barbetreibers als Notausgang zur Verfügung stehen müssen. Sie war in der Unglücksnacht in dem Schweizer Skiort aber verschlossen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung. Die Beschuldigten Barbetreiber Jacques und Jessica Moretti sind gegen Kaution auf freiem Fuß.

Verwendete Quellen: AFP; dpa; Reuters; eigene RTL-Recherchen