Silvester-Drama in der Schweiz im TickerHier starben 41 Menschen! Neue Fotos aus der Todes-Bar von Crans-Montana
Es gibt noch so viele offene Fragen!
Bei dem Brand in der Silvesternacht war durch funkensprühende Partyfontänen Schaumstoff an der Decke der Bar in Brand geraten. Er hatte sich innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet – mit verheerenden Folgen! Neben den mindestens 41 Todesopfern wurden 80 Menschen größtenteils schwer verletzt.
Feuer-Tragödie in Crans-Montana: Alle neuen Entwicklungen im Ticker
Neue Fotos aus der Todes-Bar von Crans-Montana
Unter anderem ist auch die enge Treppe zu sehen, wegen der es viele Partygäste nicht rechtzeitig aus der Kellerbar und den Flammen schafften: Einige Stellen sind pechschwarz, zum Beispiel am Geländer oder an der Wand neben den Stufen. Auch viele andere Orte im Inneren der Lokalität sind von den Flammen schwer gezeichnet – vor allem die Decke und der Boden.
Durch funkensprühende Partyfontänen war Schaumstoff an der Decke in Brand geraten. Rund 80 Besucherinnen und Besucher wurden teils schwer verletzt, viele von ihnen waren unter 18 Jahren. Einige dürften Monate im Krankenhaus bleiben. Gegen das Betreiberpaar Jessica und Jacques Moretti wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Sie sind gegen Kaution auf freiem Fuß.
Feuer an Gedenkstätte für Crans-Montana-Opfer
„Der Weg hat gerade erst begonnen" – Brandopfer Coline erwacht aus dem Koma
Ihr Freund Thahirys Dos Santos hat im Interview mit Paris Match ebenfalls über die Katastrophe gesprochen. „Ich konzentriere mich nicht zu sehr auf den Fußball. Das Wichtigste ist, dass ich mich gut erhole", sagte der Spieler des französischen Fußball-Erstligisten FC Metz. „Ich konzentriere mich zunächst darauf, meine Hände wieder richtig einsetzen zu können, wieder richtig laufen zu können, und dann werden wir sehen, wie es weitergeht." Der 19-Jährige zunächst in eine Spezialklinik nach Stuttgart gebracht und später in seine ostfranzösische Heimat verlegt worden. Vom Krankenbett aus schilderte er Paris Match die dramatischen Minuten, als der Brand in der Bar ausbrach.
Seine Freundin und er seien in dem Moment gerade auf der Toilette gewesen. „Ich bin vorher hinausgegangen, wollte in den ersten Stock gehen, und da habe ich das Feuer gesehen. Es ging alles sehr schnell, ich habe nicht wirklich nachgedacht. Ich bin sofort zu Coline gegangen, habe sie gerufen, sie war auf der Toilette, und wir sind die Treppe hinaufgerannt." Es habe ein Riesengedränge und viele Schreie gegeben, später habe er mit schweren Brandverletzungen starr vor Schock vor der Bar auf dem Boden gesessen.
Ein Wiedersehen mit seiner Freundin, die zeitweise im Koma lag, gab es für Tahirys Dos Santos erst Ende Januar. In die Arme nehmen konnten die beiden sich da noch nicht, die vielen Brandwunden müssten erst noch verheilen, berichtete Paris Match.
„Wir sind durch dasselbe Schicksal verbunden!” Morettis schreiben Brief an ihre Mitarbeiter
Die Besitzer der Inferno-Bar in Crans-Montana haben sich in einem persönlichen Brief an ihre Angestellten gewandt. „Wir werden euch nicht im Stich lassen”, schreiben Jacques und Jessica Moretti. „Wir sind durch dasselbe Schicksal verbunden und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um euch zu helfen.” Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.
In der Bar Le Constellation in dem schweizerischen Skiort war bei einer Silvesterparty Feuer ausgebrochen. 41 Menschen sind gestorben, rund 80 teils schwer verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Morettis wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung. Sie sind gegen Kaution auf freiem Fuß.
Er kämpfte einen Monat um sein Leben! 18-Jähriger stirbt in Schweizer Krankenhaus
Schon 2024 soll es in der Bar durch Wunderkerzen gebrannt haben
Crans Montana: Wollten die Morettis mit Privatjet fliehen?
Demnach solle einer der Eheleute Moretti möglicherweise ein privates Luftfahrtunternehmen kontaktiert haben, um eine Flucht vorzubereiten, wird aus dem Schreiben zitiert, welches der Zeitung vorliegen soll. Die genauen Hintergründe sollen durch die weiteren Ermittlungen geklärt werden, heißt es weiter. Offiziell bestätigt ist der Vorwurf jedoch nicht.
Aktuell befindet sich Jacques Moretti (49) weiterhin in U-Haft. Seine Frau Jessica (40) ist auf freiem Fuß, muss jedoch eine Fußfessel tragen und sich täglich auf dem Polizeirevier melden.
Barbesitzer von Crans-Montana in Untersuchungshaft
Die leitende Staatsanwältin hatte dies mit Fluchtgefahr begründet. Moretti ist Franzose. Seine Frau Jessica, mit der er die Bar zusammen betrieb, bleibt auf freiem Fuß. Die Anwälte des Ehepaars betonten, dass die beiden keine Absicht hätten, sich den Ermittlungen zu entziehen.
Die Untersuchungshaft ist zunächst auf drei Monate befristet. Moretti könne wieder auf freien Fuß kommen, wenn bestimmte Sicherheiten hinterlegt werden, teilte das Gericht mit. „Es geht also nicht darum, den Angeklagten bereits zu bestrafen, da dieser bis zum Inkrafttreten eines möglichen Urteils als unschuldig gilt", heißt es weiter.
Vom Corona-Credit gab's einen Maserati – gegen die Morettis wurde schon ermittelt
Pikant: Im März 2020 sollen sie eine Corona-Überbrückungshilfe in der Höhe von umgerechnet rund 81.000 Euro erhalten haben. Nur wenige Tage später sei für etwa 35.000 Euro der Maserati angeschafft worden. Da dieser in der Buchhaltung der Bar aufgeführt sei, mussten die Ermittlungen gegen das Ehepaar aber eingestellt werden. Die Tatbestandsmerkmale einer Straftat seien nicht erfüllt gewesen.
Chef der Todesbar räumt offenbar schwere Mängel ein
Die Trauerfeier nach dem Inferno in der Todes-Bar von Crans-Montana
Mélanies Tochter (2) wünscht sich schwer verletzte Mama zurück
Ehefrau Jessica Moretti bricht in Tränen aus
„Niemals hätten wir uns so etwas vorstellen können. Es ist in unserem Lokal passiert, und ich möchte mich dafür entschuldigen!“ Während sie das Gebäude auf freiem Fuß verlässt, sitzt ihr Ehemann bereits in U-Haft.
Fluchtgefahr! Barbesitzer sitzt in U-Haft
Katastrophe in der Schweiz durch Partyfontäne ausgelöst
Das Inferno in der Bar Le Constellation in dem Schweizer Skiort wurde nach bisherigen Ermittlungen durch eine funkensprühende Partyfontäne ausgelöst. Sie setzte den Erkenntnissen zufolge Schaumstoff an der Decke in Brand. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus.
Bei den Ermittlungen zum verheerenden Brand in Crans-Montana in der Silvesternacht geht es unter anderem um die Fluchtrouten. Nach einem Medienbericht hätte eine Tür im Erdgeschoss entgegen den Aussagen des Barbetreibers als Notausgang zur Verfügung stehen müssen. Sie war in der Unglücksnacht in dem Schweizer Skiort aber verschlossen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung. Die Beschuldigten Barbetreiber Jacques und Jessica Moretti sind gegen Kaution auf freiem Fuß.
Verwendete Quellen: AFP; dpa; Reuters; eigene RTL-Recherchen


