Sie überlebte das Flammeninferno von Crans-MontanaNach Brandkatastrophe schwer verletzt! Mélanies Tochter (2) wünscht sich ihre Mama zurück

„Ihr Gesundheitszustand ist weiterhin sehr besorgniserregend.”
Über eine Woche ist seit der schweren Brandkatastrophe am Silvesterabend in Crans-Montana vergangen. Konnte man zunächst nicht genau sagen, wer zu den Opfern gehört, werden mittlerweile immer mehr Namen von Brandopfern bekannt. Auch Mélanie aus Angers in Frankreich ist eines von ihnen.
Mélanie feierte am Silvesterabend im Club „Le Constellation” in Crans-Montana
„Am Silvesterabend wurde unsere Familie von einem Drama erschüttert”, schreibt Lou-Nae Chartier auf der Spendenplattform GofundMe. Ihre Schwester Mélanie sei eines der Opfer des schweren Brandes im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana, der ersten Ermittlungen zufolge durch funkensprühende Partyfontänen ausgelöst wurde.
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Dutzende Partygäste sind bei der Katastrophe ums Leben gekommen, über hundert wurden schwer verletzt in Spezialkliniken gebracht. So auch Mélanie.
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Brandopfer Mélanie hat eine zweijährige Tochter
„Aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen wurde sie zunächst nach Zürich gebracht, um dort fachärztlich behandelt zu werden”, heißt es in dem Spendenaufruf. Mittlerweile sei Mélanie zwar nach Nantes, also näher zu ihrer Familie, verlegt worden, dennoch sei ihr Gesundheitszustand „weiterhin sehr besorgniserregend und erfordert eine intensive und langwierige medizinische Behandlung”.
Und als wäre das nicht alles schon schlimm genug, hat Mélanie zudem eine kleine, zweijährige Tochter, die sie derzeit schmerzlichst vermisst. Mélanie „kämpft jeden Tag um ihre Genesung, und unsere ganze Familie steht ihr zur Seite”. Doch „diese Ereignisse haben zahlreiche unvorhergesehene Kosten verursacht: Fahrten, Unterkunft, Verpflegung sowie verschiedene Ausgaben im Zusammenhang mit ihrem Krankenhausaufenthalt und dieser Ausnahmesituation”.
Aus diesem Grund habe Lou-Nae Chartier die Spendenkampagne ins Leben gerufen. Die Spenden sollen Mélanie bei ihrer Genesung und der Begleichung der Krankenhausrechnungen unterstützen.
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Ermittler vernehmen erstmals das Betreiber-Paar Moretti
Mittlerweile wurden schon über 27.000 Euro für Mélanie gespendet. „Wir sind tief bewegt und aufrichtig überrascht von all der Unterstützung, die Sie uns zukommen lassen”, schreibt Lou-Nae Chartier am 4. Januar in einem Update auf der Spendenplattform.
Am Freitag (9. Januar) wollen die Schweizer Ermittler erstmals die französischen Betreiber der Unglücks-Bar von Crans-Montana vernehmen. Gegen Jacques und Jessica Moretti wird fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Das Ehepaar hatte sich am Dienstag in einer Erklärung zur „vollständigen Zusammenarbeit“ mit den Ermittlungsbehörden bereit erklärt. „Wir werden auf keine Weise versuchen, uns diese Dinge zu entziehen“, erklärten die Morettis. Beide seien „am Boden zerstört und voller Trauer“.
Verwendete Quelle: GofundMe/Solidarité pour Mélanie, victime de l’incendie


