Liveticker zum Großeinsatz in StadeSechs Tote nach Schüssen in Jugendeinrichtung

von Hauke Kutz , Nils Fischer-Stahl, Roger Saha, Nele Hasselbusch, Johanna Grewer, Camilla Koziol und Sebastian Fuhrmann

Eine Stadt steht unter Schock.
Bei Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade sind sechs Erwachsene getötet worden. In unserem Live-Ticker informieren wir über alle Entwicklungen und Hintergründe.

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Sebastian Fuhrmann

Polizei: Motiv für Bluttat in Stade offenbar Sorgerechtsstreit

In Stade westlich von Hamburg sterben mehrere Menschen durch Schüsse. Nun werden mehr Details zum mutmaßlichen Täter bekannt. 
Motiv für die Tat war vermutlich ein Sorgerechtsstreit. Das Motiv liege "vermutlich im Umfeld, das heißt in einem Sorgerechtsstreit", sagte die Lüneburger Polizeipräsidentin Kathrin Schuol auf einer Pressekonferenz. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich demnach um einen 45 Jahre alten, in Deutschland geborenen Mann mit türkischen Wurzeln aus dem Raum Hannover. 
Die bei den Schüssen getöteten Menschen sind alle Mitarbeiter der Jugendeinrichtung.
Der Verdächtige hatte den Angaben nach in der Einrichtung einen Termin bezüglich des Sorgerechts für seine drei Monate alte Tochter - zusammen mit vielen seiner Opfer. Zum Tatverdächtigen sagte Schuol darüber hinaus: "Es liegen zu ihm polizeiliche Erkenntnisse vor, unter anderem aus dem Bereich Bedrohung, aber er galt bisher nicht als absolut gewalttätig in unserem polizeilichen System." 
Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei unklar, woher der mutmaßliche Täter die Waffe hatte und ob es mehrere Waffen gab. Sicher sei, dass der Tatverdächtige keine Erlaubnis zum Führen der gefundenen Waffe hatte. (dpa) 
Sebastian Fuhrmann

Pressekonferenz der Ermittler ist vorbei 


Die Pressekonferenz zu den Hintergründen der schrecklichen Tat ist beendet. Wir melden uns gleich hier mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse. 
Camilla Koziol

Unklar, ob Schüsse in einem Raum oder in mehreren Räumen fielen

Das ermittle derzeit noch die Spurensicherung.
Camilla Koziol

Beteiligte Ermittler bekommen psychologische Hilfe

Jörg Wesemann, Vizepräsident der Polizeidirektion Lüneburg: Professionelle Hilfe wird allen Beamten nach dem Großeinsatz angeboten.
Camilla Koziol

Noch kein Haftbefehl 

Es ist bisher kein Haftbefehl für den Hauptverdächtigen erlassen worden. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bei der Pressekonferenz. Es sei noch offen, ob und wann am Dienstag ein Haftbefehl beantragt werde. Das hänge nun von den weiteren Ermittlungsergebnissen der Polizei ab. 
Camilla Koziol

Sorgerechtsstreit scheint Motiv zu sein

Seine Tochter (drei Monate) und die Kindsmutter lebten bis heute in der Mutter-Kind-Einrichtung. Heute war ein Termin zum Thema Sorgerecht anberaumt. Das Baby befindet sich in staatlicher Obhut. Die Mutter werde nach wie vor vernommen. Die Fahrerin des Fluchtautos ist die zweite Frau, die vernommen wird. Sie stammt aus dem Bekannten- oder Familienkreis des Todesschützen.

Camilla Koziol

Täter ist 45 Jahre alter Vater aus dem Raum Hannover

Er wurde in Deutschland geboren, hat türkische Wurzeln. Er ist bisher nicht polizeilich aufgefallen. Woher er die Waffe hatte, ist unbekannt. Er hat keine Erlaubnis, eine Waffe zu führen.
Camilla Koziol

Die Toten sind alle Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung!

Es sind vier Frauen und zwei Männer, die heute gestorben sind. Die Verständigung von Angehörigen ist noch nicht beendet. Das sagte Kathrin Schuol, die Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Lüneburg. 
Camilla Koziol

Polizei schaltet Hinweisportal

Nach den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade hat die Polizei ein Hinweisportal eingerichtet. Über eine Website können Zeuginnen und Zeugen Hinweise sowie Fotos oder Videos direkt an die Ermittlerinnen und Ermittler übermitteln, wie die Polizei mitteilte. "Jeder Hinweis kann für die laufenden Ermittlungen von Bedeutung sein", betonte die Polizei. 

Camilla Koziol

Pressekonferenz hat begonnen

Innenministerin Daniela Behrens (SPD) ergreift bei der Pressekonferenz als Erste das Wort: "Ich bin mir sicher, dass diese schreckliche Tat Stade lange beschäftigen wird. (...) Sie wolle sich bei allen bedanken. "Mir war es ein Anliegen, meine Solidarität und Anteilnahme zu zeigen. 
Ich kann versichern, dass die Polizei, Ermittlungsbehörden alles tun, um die Tat aufzuklären."
Camilla Koziol

Hier ist das Unfassbare passiert


Mitarbeiter der Spurensicherung betreten das Mutter-Kind-Haus in Stade.
Mitarbeiter der Spurensicherung betreten das Mutter-Kind-Haus in Stade. Ulrich Perrey/dpa
Camilla Koziol

Ermittler sprechen Warnung aus

Die Polizei bittet darum, den Tatort nach wie vor zu meiden. Sie rief Menschen auf, den betroffenen Bereich weiträumig zu verlassen und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen. 
Camilla Koziol

Neben dem Haupttäter wurden zwei Frauen festgenommen

Wie die Polizei auf Nachfrage von "Focus online" mitteilt, sind die beiden neben dem mutmaßlichen Haupttäter Festgenommenen Frauen. Sie stammten aus dem Umfeld des mutmaßlichen Haupttäters. Über deren Alter wollte ein Polizeisprecher auf Nachfrage nichts weiter sagen. Sie würden derzeit befragt. 
Camilla Koziol

Pressekonferenz um 19:30 Uhr

Die Polizei, der Staatsanwaltschaft Stade, des Landkreises Stade und Innenministerin Daniela Behrens (SPD) haben für 19.30 Uhr eine Pressekonferenz angekündigt. RTL.de zeigt diese in einem Livestream hier auf dieser Seite.
Camilla Koziol

Drei Personen im Visier der Polizei

Nach RTL-Informationen ist ein Täter festgenommen, zwei weitere Beteiligte befinden sich in polizeilichen Maßnahmen.