Ehemaliger SPD-Mann überrascht jetztLandrat öffnet Tür zur AfD! Das sind seine krassen Pläne

Das Ende der Brandmauer könnte der SPD helfen. Denn nach Auffassung des Landrates von Vorpommern-Rügen würde ein solcher Schritt das linke Lager zu mehr Realismus zwingen. Seine These hält er in Dänemark für erwiesen.
Der Landrat des Landkreises Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth, hat sich wenige Wochen vor der Landtagswahl im Nordosten für eine Öffnung zur AfD ausgesprochen. „Eine Offenheit gegenüber Koalitionen mit der AfD würde nach meiner Überzeugung auch zu einem neuen Realismus im linken politischen Lager führen“, sagte der ehemalige Sozialdemokrat und jetzt parteilose Politiker der FAZ. „In Dänemark räumt die Sozialdemokratie genau die Themen ab, die hier der AfD überlassen werden.“ Die Diskussion um die Brandmauer verschleiere das „eigentliche Thema“.
Mit Blick auf die Frage, ob seine Offenheit gefährlich werden könne, angesichts der Verfassungsschutz-Einstufung der Partei in fünf anderen Bundesländern als gesichert rechtsextremistisch, sagte er: „In der AfD gibt es Rechtsextreme und ganz normale Leute.“ Mit der Bezeichnung „rechtsextrem“ würden im Osten 40 Prozent der Wähler delegitimiert. „Wer ein Parteiverbot fordert, muss über die Menschen reden, die diese Partei wählen. Keiner wählt die AfD aus Zufall.“
Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Jüngste Umfragen sehen die AfD bei 36 Prozent vor der SPD mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit 29 Prozent.
Kerth bezeichnete die Migration als „das Thema, das den Menschen zeigt, dass im Land nichts verstanden wurde“. Es sei „der Tacho, der anzeigt, wie abgehoben und lebensfremd Politik sein kann“. Dabei richtete er seine Kritik vor allem an Bundessozialministerin Bärbel Bas: „Wenn Frau Bas sagt, es gebe keine Einwanderung ins Sozialsystem, dann sagen sich die Leute: Die haben doch alle einen an der Klatsche. Die Migrationspolitik ist der Indikator für den Grad des Wahnsinns - und der steht nach wie vor auf Rot.“
Kerth war 2023 aus der SPD ausgetreten und hatte schon damals unter anderem die Asylpolitik der Sozialdemokraten kritisiert. Sein Landkreis ist einer der flächenmäßig größten in Deutschland. Kerth hatte sich bei der jüngsten Landratswahl Ende Mai 2025 mit 75 Prozent der Stimmen gegenüber seinem AfD-Kontrahenten in der Stichwahl durchgesetzt. Er ist seit 2018 Landrat.
Verwendete Quellen: jwu/dpa


