„Nicht nur auf die Work-Life-Balance schauen“Außenminister Wadephul fordert von Arbeitnehmern mehr Einsatz für Deutschland

June 3, 2026, New York, New York, USA: Germany's Federal Minister for Foreign Affairs JOHANN WADEPHUL speaks to reporters at the General Assembly stakeout after Germany lost its bid for a non-permanent seat on the UN Security Council for the 2027a€“2028 term inside the General Assembly Hall at UNHQ. (Credit Image: Bianca Otero/ZUMA Press Wire)
Außenminister Johann Wadephul fordert mehr Leistungsbereitschaft und wirbt für Reformen. Warum er dennoch optimistisch bleibt.
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„Wir sind ein starkes Land.“
Mit diesen Worten wirbt Außenminister Johann Wadephul (CDU) für mehr Zuversicht in Deutschland. Im RTL-Interview spricht der CDU-Politiker über die wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes und darüber, was aus seiner Sicht jetzt nötig ist. Sein Appell: mehr Leistungsbereitschaft und ein stärkerer Blick auf die Zukunft.

„Nicht nur auf die Work-Life-Balance schauen“

Deutschland habe seinen Erfolg immer auch dem Einsatzwillen seiner Menschen zu verdanken gehabt, sagt Wadephul. Innovation, Forschung und der Mut, neue Wege zu gehen, seien entscheidende Faktoren gewesen.

Dazu gehöre nach seiner Auffassung auch die Bereitschaft, sich mit Fleiß für eine Aufgabe einzusetzen. Man dürfe nicht nur darauf achten, ob etwas „hundertprozentig“ mit der eigenen Work-Life-Balance vereinbar sei. Stattdessen müsse man „auch mal ans Limit gehen und für seinen Job“ mehr leisten. Zumindest in bestimmten Lebensphasen sei es wichtig, „etwas mehr zu machen, als es vielleicht komfortabel ist“.

Wadephul sieht Chancen für Deutschland

Der Außenminister wirbt zugleich dafür, die Stärken des Landes stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Deutschland sei eine offene Gesellschaft, die von neuen Ideen und talentierten Menschen profitiere.

„Wir sind ein starkes Land“, betont Wadephul. Entscheidend sei nun, wieder mehr Gemeinsinn zu entwickeln und gemeinsam an der Zukunftsfähigkeit Deutschlands zu arbeiten. Dann gebe es auch die Chance, die aktuellen Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

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„Ich sehe das Licht am Ende des Tunnels“

Auch notwendige Reformen verteidigt der CDU-Politiker. Deutschland brauche Veränderungen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Teilweise könnten damit auch Einschnitte verbunden sein.

Diese Schritte seien jedoch notwendig, um das Land für kommende Generationen fit zu machen. In der öffentlichen Debatte fehle ihm häufig der positive Blick nach vorn. Er selbst sei optimistisch. „Ich sehe das Licht am Ende des Tunnels“, sagt Wadephul.
Nun müsse Deutschland „Gas geben“ und die anstehenden Veränderungen entschlossen anpacken.

Außerdem spricht Wadephul über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs und das Iran-US-Abkommen. Das komplette Interview mit Außenminister Johann Wadephul zeigt RTL im „Nachtjournal Spezial“ am 17. Juni 2026 um 00.25 Uhr sowie auf RTL+.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche