Enorme Differenzen bleiben!Friedensgespräche stocken! Iran und USA offenbar weit von Einigung entfernt

US-Präsident Trump erweckt immer wieder den Eindruck, als stünde ein Abkommen mit dem Iran unmittelbar bevor. Aus Teheran sind jedoch ganz andere Töne zu hören. Das Mullah-Regime spielt mit der Blockade der Straße von Hormus seinen größten Trumpf aus.
Bei den Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA bestehen nach Angaben aus Teheran weiter große Differenzen. Man habe zwar Fortschritte erzielt, doch gebe es weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Staaten, erklärte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Einige Streitpunkte seien zwar gelöst worden, andere Punkte blieben jedoch ungeklärt. Man sei noch „weit von einer endgültigen Einigung entfernt.“
Sein Land kontrolliere den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, sagte Ghalibaf in dem im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Kurz zuvor hatte der Iran die angekündigte Öffnung der für den globalen Ölmarkt wichtigen Meerenge wieder rückgängig gemacht und geht seither dort militärisch gegen Schiffe vor. Die Entscheidung der USA, eine Blockade zu verhängen, sei töricht und ignorant gewesen, sagte Ghalibaf. Das US-Militär hatte zuvor mitgeteilt, weiter gegen Schiffe vorzugehen, die Irans Häfen anlaufen oder von dort ablegen wollen.
„Wenn die Blockade nicht aufgehoben wird, wird der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zweifellos eingeschränkt sein“, sagte er. Daran bestehe kein Zweifel. Zuvor hatte bereits ein Sprecher des Hauptquartiers der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA als Grund für die erneute Schließung der Meerenge genannt - keine 24 Stunden nach Ankündigung der Öffnung für die Schifffahrt.
Die Meerenge unterliege der strengen Verwaltung und Kontrolle der Streitkräfte, hieß es. Das US-Militär teilte seinerseits mit, weiter gegen Schiffe vorzugehen, die iranische Häfen anlaufen oder von dort ablegen wollen.
Verwendete Quellen: rog/dpa


