Tragödie im Griechenland-UrlaubTourist (17) stirbt nach Stromschlag unter der Dusche

Panoramablick auf den Hauptort der griechischen Insel Kimolos, Chorio
War eine veraltete Elektrik schuld am Tod des 17-Jährigen, der auf Kimolos verstarb? (Symbolbild).
picture alliance / imageBROKER / Ralf Adler
von Philipp Petersdorff

Eigentlich wollte die Familie ihren Sommerurlaub auf Kimolos verbringen.
Doch am Sonntagnachmittag, dem 9. August, geschieht das Unfassbare. Ein 17 Jahre alter Junge bricht im Badezimmer des Hauses zusammen, in dem er gemeinsam mit seiner Mutter wohnt. Nach bisherigen Erkenntnissen erlitt der Teenager einen tödlichen Stromschlag.

Polizist spricht von Fehler in der Elektrik

Die Ermittler konzentrieren sich auf die elektrische Anlage des Hauses. Gegenüber der „Irish Sun“ äußert sich ein für die Region zuständiger Polizist deutlich. Der Junge sei infolge eines Stromschlags gestorben. „Da war offenbar ein Fehler in der Verkabelung, und es ging sehr schnell.”

Auch „Parapolitika“ berichtet unter Berufung auf erste Erkenntnisse, dass möglicherweise ein Defekt oder ein Fehlerstrom am Warmwasserbereiter eine Rolle gespielt haben könnte. Die genaue Ursache steht allerdings noch nicht fest. Technische Untersuchungen und die Ermittlungen der Polizei sollen klären, was den tödlichen Stromschlag ausgelöst hat.

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Alte Leitungen im Haus werden untersucht

Besonders im Fokus steht nun der Zustand der Elektroinstallation. Laut „Parapolitika“ sollen die Leitungen des Hauses noch aus der Zeit vor 1970 stammen. Zudem soll im Sicherungskasten ein Fehlerstrom-Schutzschalter gefehlt haben. Ein solcher Schutzmechanismus erkennt Fehlerströme und unterbricht die Stromzufuhr. Die Behörden prüfen außerdem Berichte, wonach für das Gebäude noch 2024 eine Bescheinigung über die Elektroinstallation ausgestellt worden sein soll. Ob die vorgeschriebenen Sicherheitsstandards tatsächlich eingehalten wurden, ist Teil der laufenden Untersuchung.

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Kimolos trauert um den 17-Jährigen

Die Nachricht erschüttert die kleine Insel mit weniger als 1.000 Einwohnern. Bürgermeister Kostas Vendouris beschreibt Kimolos gegenüber der „Irish Sun“ als „iin Trauer und unter Schock“. Ein Einheimischer berichtet zudem, beide Eltern seien völlig verzweifelt. Der Leichnam des Teenagers sollte zur Obduktion nach Piräus gebracht werden. Deren Ergebnisse sowie die technische Untersuchung sollen helfen, die genaue Todesursache und die Umstände des Unglücks abschließend zu klären.

Verwendete Quellen: Parapolitika, Ekathimerini, The Sun