Kurz vor Landtagswahl„Muss Geld verdienen” – FDP-Politikerin zieht sich jetzt bei OnlyFans aus

FDP-Susanne Schmidt unterstützt ihre Partei beim Landtagswahlkampf.
FDP-Susanne Schmidt unterstützt ihre Partei beim Landtagswahlkampf.
Instagram/FDP Vorpommern-Greifswald

Politikerin, Ärztin – und jetzt auch noch OnlyFans-Star!
FDP-Politikerin Susanne Schmidt will mit Nacktfotos ihre leere Kasse auffüllen. Dafür hat die 44-Jährige nun einen OnlyFans-Account gestartet – und das ausgerechnet kurz vor der Landtagswahl. Ob das ihrem Parteichef gefällt?

FDP-Politikerin Susanne Schmidt startet Account bei der Erotik-Plattform OnlyFans

Wenn Susanne Schmidt künftig ihr Handy zückt und sich vor der Kamera auszieht, steckt dahinter nicht nur Lust an der Provokation. Die 44-Jährige will die Bilder auf OnlyFans verkaufen – und macht daraus überhaupt kein Geheimnis.

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Ich muss Geld verdienen“, erklärt die FDP-Politikerin aus Greifswald der Ostsee-Zeitung. Seit Jahren sitzt Susanne Schmidt in der Greifswalder Bürgerschaft, außerdem ist sie stellvertretende Vorsitzende der FDP in der Stadt.

Jetzt hat Schmidt ihr Medizinstudium erfolgreich beendet und schreibt derzeit an ihrer Doktorarbeit. Doch ihre Rücklagen sind offenbar zur Neige gegangen – und staatliche Unterstützung scheint für sie nicht infrage zu kommen: „Meine Ersparnisse sind aufgebraucht und ich will dem Staat nicht auf der Tasche liegen“, sagt sie der Ostsee-Zeitung. „Auch der Studienkredit muss jetzt zurückgezahlt werden”, ergänzt sie beim Nordkurier.

Die ideale Lösung für Schmidt? OnlyFans! Schließlich lasse sich dieser Nebenjob laut Ostsee-Zeitung sehr gut in ihren Alltag integrieren. Hinzu kommt: Sie sei bereits geübt in der Produktion von Fotos und Videos. Auf Instagram postet die Politikerin nämlich schon seit längerer Zeit freizügigere Bilder – mal in Unterwäsche oder Kostümen, mal komplett nackt und nur von Emojis bedeckt.

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2.000 Dollar Einkommen als Ziel – mit diesen Fotos will die FDP-Politikerin Geld verdienen

Jetzt soll sich die Freizügigkeit auch finanziell auszahlen: Mittelfristig will Schmidt mit ihrem OnlyFans-Account rund 2.000 Dollar pro Monat einnehmen. Und ihre zahlenden Abonnenten sollen durchaus etwas zu sehen bekommen. „Es wird vorwiegend um klassische Nackt- und Erotikfotos gehen“, kündigt die 44-Jährige laut Ostsee-Zeitung an.

Ich zeige mich ganz natürlich und unbeschönigt”, erklärt sie dem Nordkurier. Der Politikerin sei es wichtig, in „einer Generation, die mit Britney Spears aufgewachsen ist, bei der die Brüste also grundsätzlich zu klein, die Schenkel zu dick waren”, einen natürlichen Frauenkörper zu präsentieren.

Eines möchte Schmidt laut Ostsee-Zeitung allerdings strikt trennen: Auf ihrem Erotik-Account sollen weder ihre Arbeit als Politikerin noch ihre medizinische Ausbildung eine Rolle spielen. Ihre Doktorarbeit will sie währenddessen ganz normal weiterschreiben.

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OnlyFans-Account kurz vor Landtagswahl gestartet – was sagt Schmidts Parteichef dazu?

Dass Schmidts OnlyFans-Debüt ausgerechnet in die heiße Phase vor der Landtagswahl fällt, ist Susanne durchaus bewusst. Sie selbst tritt zwar nicht für den Landtag an, unterstützt ihre Parteifreunde aber im Wahlkampf. „Ich habe mir natürlich Gedanken gemacht, ob die Sache vor der Wahl negativ auf meine Partei zurückfallen könnte”, erklärt sie der Ostsee-Zeitung. Nach mehreren Gesprächen habe sie sich schließlich trotzdem entschieden, jetzt mit OnlyFans loszulegen.

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Zumal Schmidt bereits weiß, wie kontrovers ihre freizügigen Auftritte innerhalb der eigenen Reihen ankommen können. Gleich zweimal gab es deshalb interne Verfahren, berichtet die Ostsee-Zeitung. Unter anderem sorgte 2025 ein provokanter Instagram-Post für Ärger, mit dem Schmidt durch vertauschte Geschlechterrollen auf Sexismus und sexuelle Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen wollte. Konsequenzen wie einen Parteiausschluss gab es allerdings nicht.

Dass auch ihr OnlyFans-Start nicht überall gut ankommen dürfte, erwartet Schmidt selbst. „Ich rechne ehrlich gesagt jetzt auch wieder mit ein bisschen Gegenwind aus Teilen der Partei“, sagt sie dem Nordkurier.

Ob ausgerechnet ihr Parteichef zu diesen Kritikern gehört? Ganz im Gegenteil! Greifswalds FDP-Chef Lars Boorberg stellt sich klar hinter Schmidt. „Ich finde das in Ordnung“, sagt er laut Ostsee-Zeitung. Für ihn sei es eine Frage der persönlichen Selbstbestimmung, wie die Politikerin ihr Geld verdient. Liberal zu sein, bedeute für ihn auch, eine solche Entscheidung zu akzeptieren.

Verwendete Quellen: Ostsee-Zeitung, Nordkurier, Instagram/susanne_huldra_schmidt