Drama in GörlitzWettlauf gegen die Zeit – drei Menschen nach Hauseinsturz weiter vermisst

Bei dem Hauseinsturz gelten noch immer drei Menschen als vermisst.
Nach dem Hauseinsturz sind noch immer drei Menschen vermisst. 
skh kde, Sebastian Kahnert/dpa, Sebastian Kahnert

Die Sorge um die Vermissten wächst!
72 Stunden – so lange können Menschen nach Einschätzung von Experten unter Trümmern überleben. Nach dem dramatischen Hauseinsturz in Görlitz läuft die Suche nach drei Vermissten deshalb weiter unter Hochdruck. Auch in der zweiten Nacht nach dem Unglück gab es kein Lebenszeichen.

Suche nach den Vermissten wird fortgesetzt

In den Trümmern suchen die Rettungskräfte weiter nach den Vermissten.
In den Trümmern suchen die Rettungskräfte weiter nach den Vermissten.
kde, Paul Glaser/dpa, Paul Glaser

Rettungskräfte haben am frühen Mittwochmorgen (20. Mai) die Suche nach den Vermissten in den Trümmern des eingestürzten Hauses in Görlitz wieder aufgenommen. Seit sechs Uhr laufen die Arbeiten auf Hochtouren, wie ein Polizeisprecher einer Reporterin der Deutschen Presse-Agentur vor Ort mitteilte. Bevor die Suche nach den Vermissten wieder anlaufen konnte, musste laut Polizei eine Seitenwand zum rechten Nachbarhaus gestützt werden. Durch die Maßnahme sollen die Helfer bei ihrer Arbeit geschützt werden.

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Zuvor waren die Gasleitungen rund um das Gebäude vollständig geleert worden. Die Polizeisprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Explosionsgefahr sei dadurch kleiner und die Arbeiten weniger gefährlich geworden. Zuvor hatten die Stadtwerke das Gas rund um die Unglücksstelle vorsorglich abgestellt.

Das Haus war am Montagabend (18. Mai) aus bislang ungeklärter Ursache eingestürzt. In ihm befinden sich Miet- und Ferienwohnungen. Vermisst wurden zunächst fünf Menschen, von denen zwei aber schon einige Stunden nach dem Unglück auftauchten. Die beiden Feriengäste hatten sich noch auf der Anreise befunden.

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Spürhunde suchen nach den Vermissten

Bei den drei vermissten Menschen handelt es sich um zwei rumänische Touristinnen im Alter von 25 und 26 Jahren und einen 48 Jahre alten Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit, der sich aus beruflichen Gründen in Görlitz aufgehalten hatte. Bei der Suche nach ihnen wurden auch spezielle Spürhunde eingesetzt. „Die Hunde schlagen bei Lebenszeichen an, was sie gestern auch gemacht haben”, sagt der Einsatzleiter der Feuerwehr Görlitz, Remo Kölzsch.

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In der Nacht nach dem Einsturz und auch am Tag danach schlugen die Tiere sogar mehrfach an. Dies lasse jedoch keine Rückschlüsse auf den Zustand der Vermissten zu, erklärte Weigel. Weil eine Explosion angenommen wird, müsse immer auch davon ausgegangen werden, dass einzelne Körperteile gefunden werden. 

Ursache für Unglück noch unklar

Die genaue Ursache des Unglücks in der Stadt im Osten von Sachsen ist noch unklar. Es steht aber im Raum, dass es eine Gasexplosion gegeben hat. 

Nach der Abstellung des Gases hatte die Stadtverwaltung mit dem Neisse-Bad Görlitz für die Betroffenen Dusch- und Wärmemöglichkeiten eingerichtet. „Die Abschaltung hat zur Folge, dass weder warmes Wasser noch Heizwärme zur Verfügung stehen. Eine Ersatzversorgung ist leider nicht möglich”, hieß es. (lmi)

Verwendete Quellen: dpa