„Keine Vollmacht, die CDU umzubringen”Merz rechnet ab: Koalitions-Krach wegen SPD-Deals eskaliert!

Caren Miosga mit ihrem Gast: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)

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Sucht keine anderen Mehrheiten: Friedrich Merz.
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In der Union nimmt der Frust über den Koalitionspartner zu. Es gebe eine größeren Unmut über die geschlossenen Kompromisse, schildert Kanzler Merz bei Caren Miosga. Es brauche nun auch die Dinge, die die deutliche Handschrift von CDU/CSU tragen.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat den Koalitionspartner SPD zu einem fairen Umgang aufgefordert. „Es gibt in der CDU einen größer werdenden Unmut - auch in der CSU - über Kompromisse, die wir miteinander machen“, sagte Merz in der ARD-Sendung „Caren Miosga“.

Er habe von seiner Partei als wiedergewählter Parteivorsitzender „einen großen Handlungsspielraum“ bekommen. „Aber ich habe keine Vollmacht, die CDU umzubringen.“ Das habe ihm seine Partei nicht erlaubt und das habe er auch nicht vor. „In dieser Koalition muss die Union vorkommen, und wir müssen auch Dinge hinbekommen, die unsere Handschrift tragen“, betonte der Kanzler. Das sei bisher vielleicht noch nicht gut genug gelungen.

Hintergrund sind kritische Äußerungen aus der Unions-Bundestagsfraktion über zu große Zugeständnisse gegenüber der SPD. Merz betonte, dass er mit den Sozialdemokraten weiter regieren wolle. Er sei sich mit den beiden SPD-Vorsitzenden einig, dass es weitere Reformen geben müsse. „Ich suche keine andere Mehrheit. Das sollte die SPD jetzt aber nicht zu dem Gedanken verleiten, sie könnte mit uns machen, was sie will“, sagte Merz. „Das ist nach wie vor eine Koalition mit einem größeren Partner und einem kleineren Partner“, mahnte er zugleich. Man brauche in der Koalition Kompromisse. „Und ich habe das Vertrauen, dass wir das immer noch können.“

Eine Zusammenarbeit mit AfD strebt der Kanzler nicht an. „Vergesst die Hoffnung, dass es da irgendwas mit Minderheitsregierung gibt und Duldung durch die AfD. Das kommt mit mir nicht in Frage.“

Verwendete Quellen: lme/rts